von Britta Kanacher, veröffentlicht in Lebensberatung
Ein Betreuungsvertrag für zuhause ist für Senioren geeignet, die nicht schwer pflegebedürftig sind und genug Kontakt haben, sodass sie nicht vereinsamen.
Zuhause wohnen mit Betreuung
In den Städten und Gemeinden gibt es immer mehr Projekte für eine Betreuung zu Hause. Interessenten können sich in ihrer Kommune, bei ambulanten Pflegediensten oder bei Wohlfahrtsverbänden danach erkundigen. Das Angebot besteht meist aus pauschal abgerechneten Grundleistungen und gesondert abgerechneten Wahlleistungen – ähnlich wie beim Betreuten Wohnen in einer Wohnanlage.
Zuhause wohnen mit Grundleistungen
Zu Grundleistungen gehören Beratung, Informationen über die Angebote für ältere Menschen im Stadtviertel, Vermittlung und Organisation von Hilfsdiensten sowie regelmäßige Besuche - je nach Vereinbarung kommt ein persönlicher Betreuer wöchentlich, vierzehntägig oder monatlich ins Haus. Weitere Grundleistungen können der Anschluss an ein Notrufsystem sowie die Organisation von Freizeitangeboten sein.
Zuhause wohnen mit Wahlleistungen
Wahlleistungen können vom Kunden bei Bedarf in Anspruch genommen werden. Unter Wahlleistungen versteht man zum Beispiel hauswirtschaftliche Hilfen, Einkaufsdienste, Essen auf Rädern, Besuchs- und Begleitdienste sowie ambulante Pflege.
Zuhause wohnen mit ambulanten Pflegediensten
Ambulante Pflegedienste helfen bei der Pflege und Betreuung älterer Menschen. In vielen Fällen entlasten sie Angehörige und ermöglichen, dass Pflegebedürftige zu Hause wohnen bleiben können. Sie bieten Grundpflege, das heißt Körperpflege, Ernährung und Mobilisation, leistet die aufgrund einer Krankheit vom Arzt verordnete medizinische Pflege und unterstützt die Kunden in der Hauswirtschaft.
Die größten Pflegedienste sind zumeist die von Verbänden der freien Wohlfahrtspflege und von Kirchen oder von Gemeinden getragenen Sozialstationen. Daneben bestehen private Pflegedienste unterschiedlicher Größe.
Zuhause wohnen mit teilstationärer Betreuung und Kurzzeitpflege
In teilstationären Pflegeeinrichtungen betreuen professionelle Pflegekräfte hilfebedürftige Menschen entweder tagsüber über einen festgelegten Zeitraum oder während der Nacht. Gerade für Angehörige bedeutet diese Art der Pflege außer Haus meist eine große Entlastung.
Sie schließt eine Lücke zwischen der ambulanten Betreuung durch Pflegedienste in der eigenen Wohnung und der stationären Pflege im Heim. Die stationäre Kurzzeitpflege bietet vor allem dann Unterstützung, wenn es gilt, schwierige Phasen zu überbrücken. Alle Pflegebedürftigen, die normalerweise zu Hause betreut werden, haben ein Anrecht auf bis zu vier Wochen Kurzzeitpflege im Jahr.
Zuhause wohnen: Informationen und Auswahl
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