von Jutta Baur, veröffentlicht in Stress
Bei Aufschieberitis bleiben wichtige Dinge liegen
Natürlich ist nichts verkehrt daran, hin und wieder dem Alltag ein wenig zu entfliehen. Mal ein paar Minuten in den Tag hinein zu träumen oder einem Lied zu lauschen. Aufschieberitis beginnt dann, wenn wichtige Dinge liegen bleiben, während unwichtige Aufgaben vorgezogen werden.
Die drei häufigsten Gründe für Aufschieberitis
Etwas anderes zu tun, als das, wozu man eigentlich verpflichtet wäre, schafft in der Regel ein unbehagliches Gefühl. Eigentlich sollten wir eine wichtige Sache erledigen und eigentlich sollten wir mit dem, was wir stattdessen tun, sofort aufhören. Wir fühlen uns schuldig, werden unruhig und spüren Stress aufsteigen.
Damit wir damit umgehen können, finden wir gute Gründe für die Aufschieberitis. Wir entschuldigen uns vor uns selbst für unsere Prokrastination und versuchen damit unseren unterschwelligen Stress zu reduzieren.
Entschuldigung Nr. 1 für Aufschieberitis: Wir haben besseres zu tun.
Beispiele:
Die typischen Sätze für die Aufschieberitis sind in diesem Fall:
Entschuldigung Nr. 2 für Aufschieberitis: Wir sind noch nicht soweit, um anzufangen
Beispiele:
Die typischen Sätze für die Aufschieberitis sind in diesem Fall:
Perfektionismus ist eine der häufigsten Ursachen für Stress, besonders wenn er in Zusammenhang mit Aufschieberitis stattfindet.
Entschuldigung Nr. 3 für Aufschieberitis: Wir haben noch viel Zeit.
Beispiele:
Die typischen Sätze für die Aufschieberitis sind in diesem Fall:
Stress aus Zeitnot ist so gut wie vorprogrammiert.
Entschuldigungen für Aufschieberitis beinhalten einen großen Teil Wahrheit
Genau darin liegt auch die Schwierigkeit, Prokrastination von Tatsachen zu unterscheiden. Es ist keine Aufschieberitis, wenn man sich müde fühlt und lieber morgen weitermachen möchte. Es ist auch keine Aufschieberitis, wenn man noch verschiedene Dinge braucht, um zu starten.
Wie so oft: Die Masse macht es. Darum sollte man sich einmal Gedanken darüber machen, welche Entschuldigungen für Aufschieberitis man selbst gerne und häufig nutzt.
Die nächste Folge dieser Reihe beschäftigt sich mit den Konsequenzen von Aufschieberitis und dem Stress, der daraus entsteht.
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