von Arno Ostländer, veröffentlicht in Love & Life
Arno Ostländer
Ich bin Ihr Experte für Psychologie und Wellness, CMS und Social Media Marketing.
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Haben Sie noch ein schlechtes Gefühl, weil Ihr letzter Partner bzw. Ihre letzte Partnerin dies oder jenes getan hat? Haben Sie noch ein schlechtes Gewissen oder einen verletzenden Gedanken, wenn dies oder jenes geschieht? Mit diesem Gefühl gehen Sie auf einen anderen Menschen zu und belasten ihn und den beginnenden Kontakt gleich schwer von Anfang an.
Sind Sie beziehungsgeschädigt?
Eine wirklich attraktive Frau hat mich einmal auf einer Internetseite angeschrieben. Sie fand mein Profil ansprechend und dachte, wir könnten uns kennen lernen. Ich fühlte mich sehr geschmeichelt und freute mich auf weitere Nachrichten von ihr. Ihre Beschreibung und ihr Bild waren atemberaubend. Das gebe ich sehr gerne zu. Nach etwa 10 Nachrichten, die mir eine Freude waren, kam dann Folgendes:
"Ich bin ganz schön gespannt (aber auch leider sehr beziehungsgeschädigt und vorsichtig).“
Vorsichtig aufgrund schlechter Erfahrungen aus den letzten Jahren sei sie geworden, wie sie schrieb. Meine Vorstellung stürzte ein wie ein Kartenhaus, dem gerade das Fundament entzogen wird.
Eifersucht zum Mitnehmen
Eine andere Begebenheit zeigt, dass dieses Thema nicht ausschließlich weiblich ist. Ich habe in einigen sozialen Netzwerken viele Kontakte, die ich nicht persönlich kenne. Dabei denke ich mir nichts. Diese Menschen sind vielleicht einmal Klienten, Kooperationspartner oder besuchen einen Event von mir. Ich schaue einfach, ob sich ein Dialog entwickelt. Dabei gehe ich nicht bewusst vor, außer dass ich versuche, weitestgehend regional in der Nähe zu bleiben bei meinen Anfragen.
Eines Tages bekam ich die Nachricht eines Mannes, der offensichtlich ein Fake-Profil für sich angelegt hatte. Er schrieb, ich solle seine Freundin nicht weiter belästigen und ihr keine Kontaktanfrage mehr stellen.
Ich schrieb ihm, dass ich gar nicht wisse, wen er meint und dass ich mir dabei nichts denken würde. Dabei erzählte ich ihm auch, dass ich einfach nach Vernetzungen suche und keine besondere Strategie verfolge.
Wochen später bekomme ich die Anfrage eines Radiomoderators in einem Business-Netzwerk. Hier war zur Kontaktanfrage der Text: "Wollen wir es nicht noch einmal versuchen, Kontakt aufzunehmen? Damals habe ich mich nicht richtig verhalten.“ Ich bestätigte und sagte, dass so etwas geschehen könne. Aber ich hatte keine Ahnung, was er meint. Das brachte ich auch zum Ausdruck.
Er meinte, er sei der "eifersüchtige Fake“ von einst gewesen. In seiner Beziehung vorher hatte er seine Ex-Frau mit einem anderen Mann im Bett erwischt und diese Beziehung noch nicht verarbeitet. Danach wollte er mit mir einen Gesprächstermin vereinbaren, wurde aber wohl vom Mut verlassen und kam nicht.
Sie müssen Beziehungen verarbeiten
Wie kann es sein, dass wir nicht an uns arbeiten, sondern erwarten, dass andere unsere Vergangenheit aufräumen müssen? Ist es wirklich richtig, dass man auf einen Menschen zugeht und diesen darauf anspricht, er müsse Geduld und Muße aufbringen, denn es wäre viel schief gelaufen? Warum arbeiten wir nicht an uns?
Ihr Beziehungskreditrahmen
Vergleichen wir das einmal mit etwas, das Sie sicher kennen, der Schufa. Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) wird von Banken angefragt, wenn dort ein Kredit beantragt wird.
Wie wäre es, wenn wir dies einmal auf Beziehungen übertragen? Wie würde Ihr Beziehungskreditrahmen aussehen? Haben Sie noch Verpflichtungen? Können diese auch schon komplett gelöscht werden und sind nur noch als Erinnerung vorhanden, die nicht mehr relevant ist?
Schauen Sie selbst nach
Sehen Sie doch einmal nach, wie es um Ihren persönlichen Gefühls- und Beziehungskreditrahmen bestellt ist. Suchen Sie den Auszug und machen sich klar, was Sie noch belastet und beschäftigt. Eifersucht, unerfüllter Kinderwunsch, unausgelebte Sexualität. Es kann sehr viel sein, was für Sie bedeutsam und wichtig ist.
Ihre ToDo-Liste, um Beziehungen zu verarbeiten
Machen Sie sich eine Liste von Dingen, die Sie nicht loslassen können und stellen Sie sich einmal zum Beispiel folgende Fragen:
Was war in Ihren Beziehungen positiv?
Erforschen und erfahren Sie in sich, was Sie noch belastet. Gehen Sie in sich und versuchen Sie zu spüren, was für Sie wichtig ist. Nehmen Sie wahr, was Sie wirklich wollen.
Laufen Sie nicht dem Traum hinterher, andere Menschen kommen und regeln alles für Sie. Der Prinz auf dem weißen Pferd kommt nicht mehr. Aber wenn Sie wissen, was Sie wirklich empfinden und wollen, dann brauchen Sie ihn auch nicht.
Dann wissen Sie, was Sie möchten und was Ihnen wichtig ist. Dann wissen Sie auch, wen Sie wirklich suchen und was ein Mensch sein, haben und darstellen muss, der Ihnen wichtig ist.
Dann haben Sie die Chance, dass sich Glück wieder bei Ihnen manifestieren kann. Dann können Sie wieder an sich glauben. Dann kann es wieder ein WIR geben.
Wenn Sie dabei Hilfe brauchen, dann suchen Sie doch einen Fachmann für Paarberatung / Paartherapie auf. Denn das sind die Fachleute, die Ihnen helfen, respektvoll zu ergründen, was Sie belastet. Man kann Ihnen helfen, diese Belastungen aufzulösen und wieder in das hier und jetzt sehen zu können.
Das Leben kann so schön sein. Lassen Sie es zu. Leben Sie hier und jetzt.
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