von Anita Radi-Pentz, veröffentlicht in Kreativität
Hochzeitsbräuche importiert
Nicht jeder unserer Hochzeitsbräuche hat eine Tradition, die schon unsere Großmutter gepflegt hat. Der Hochzeitsbrauch "Something old, something new", bei dem die Braut etwas Altes, Neues, Geborgtes und Blaues bei oder an sich tragen soll, entspringt keiner deutschen Tradition, sondern kommt aus England. Ungezählte romantische Hochzeitsfilme aus dem englischsprachlichen Bereich, machten den Brauch bei uns bekannt.
Something old, something new – das ist nicht alles
Der vollständige englische Originalspruch zum glücksbringenden Hochzeitsritual lautet:
"Something old, something new,
something borrowed, something blue
and a lucky six-pence in your shoe."
Die Braut soll etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und Blaues tragen. Und, was hierzulande oft unterschlagen wird, Sie soll eine Glücksmünze im Schuh tragen. Das Alte steht für den bisherigen Lebensabschnitt, das Neue für den kommenden mit dem Ehemann. Das Geborgte symbolisiert Freundschaften, die nach der Eheschließung weiterbestehen. Das Blaue steht für die Treue in der Ehe. Und die Glücksmünze soll dem Brautpaar Wohlstand bringen.
Something old - something new: Was gehört dazu?
Hochzeitsbrauch mit großer symbolischer Kraft
Ob dieser Hochzeitsbrauch wirklich Glück bringt oder nicht. Er ist ein schönes Ritual, um zu zeigen, dass ein Mensch nicht als unbeschriebenes Blatt in die Ehe geht, sondern eingebunden ist in Familie und Freundeskreis. Und sich dafür entscheidet, mit dem Ehepartner etwas ganz Neues entstehen zu lassen - aus zwei Lebensgeschichten eine gemeinsame neue zu schreiben.
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Mein Name ist Anita Radi-Pentz und ich bin Ihre Expertin für das Thema Kreativität.