von Natascha Ferara, veröffentlicht in Körper & Seele
Nachdem Sie nun bereits wissen, wie Sie Achtsamkeit beim Essen entwickeln, wird es Zeit für weitere Übungsfelder mit Spaßgarantie - nämlich beim Sport.
Viele Sportarten sind in idealer Art und Weise dazu geeignet, Achtsamkeit zu entwickeln. Dazu zählen natürlich alle Sportarten, die in irgendeiner Art und Weise den Verstand ausschalten, so zum Beispiel Fallschirmspringen, Bungeejumping, Klettern, Paragliden und einige andere mehr. Bei diesen und ähnlichen Sportarten wird der Ausübende mit einer gewissen Gefahr konfrontiert.
Bringen gefährliche Sportarten vermehrte Achtsamkeit?
Wann immer wir in Gefahr sind, neigt der Verstand dazu stillzustehen und Achtsamkeit entsteht ganz natürlich. Das Empfinden dessen, wofür Zen-Praktizierende oft monate- oder jahrelang üben wird in solchen Sportarten innerhalb kürzester Zeit erlebt - und dies macht sie für den Sportler natürlich attraktiv.
Doch abgesehen davon, dass die dabei empfundene Achtsamkeit im Gegensatz zu der erworbenen Achtsamkeit der Zen-Praktizierenden in der Regel nicht auf den Alltag übertragen werden kann, setzt der Sportler sich natürlich einer gewissen Gefahr aus. Doch es gibt auch eine Möglichkeit, ungefährliche Sportarten zu nutzen, um achtsamer zu werden.
Wie kann Sport zu mehr Achtsamkeit führen?
Wählen Sie eine Sportart, die Sie persönlich anspricht und die Sie zuvor noch nie ausprobiert haben. Der letzte Punkt ist wichtig, denn er erleichtert es Ihnen, Achtsamkeit zu entwickeln.
Wann immer wir eine Bewegung erlernt haben, üben wir sie in aller Regel automatisch aus.
Denken Sie einmal ans Autofahren: Sind Sie während der Fahrt mit Achtsamkeit unterwegs? Spüren Sie, wie Ihr Fuß das Gaspedal tritt, nehmen Sie alle Verkehrsschilder aufmerksam wahr, nehmen Sie Ihr Gewicht auf dem Sitz des Autos wahr? Oder ertappen Sie sich viel eher dabei, dass Sie gar nicht mehr wissen, wie Sie von A nach B gekommen sind, weil Sie in Gedanken ganz woanders waren oder sich angeregt mit Ihrem Beisitzer unterhalten haben?
Wenn Letzteres zutrifft, dann sind Sie keineswegs achtsam unterwegs, sondern nutzen die Tendenz unseres Körpers, einmal erlernte Bewegungen oder Handlungen automatisch auszuführen. Wenn Sie mehr Achtsamkeit entwickeln möchten, dann haben Sie eine ganze Menge Arbeit vor sich, daher ist es umso wichtiger, dass Sie sich Ihr Vorhaben so leicht wie möglich machen.
Die richtige Sportart führt fast automatisch zu mehr Achtsamkeit
Wählen Sie daher bitte eine Sportart aus, die Sie noch nicht ausgeübt haben. Wenn Sie einen guten Trainer oder einen Verein gefunden haben, dann gilt immer wieder das Gleiche: Nehmen Sie wahr, wie Ihr Körper reagiert, wie sich die verschiedenen Bewegungen anfühlen, wo Ihr Körper vielleicht in Bezug auf Dehnfähigkeit, Gelenkigkeit oder ähnliches Defizite hat, spüren Sie den Untergrund, auf dem Sie sich bewegen, genießen Sie das herrliche Gefühl der ersten Schweißtropfen auf Ihrer Stirn und versuchen Sie, ohne zuviel Ehrgeiz Spaß an der Bewegung zu entwickeln.
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