von Birgit X. Fischer, veröffentlicht in Feng Shui
Feng Shui kann auch die Kunst des Yin & Yang genannt werden. Qi ist die universelle kosmische Energie, die im ständigen Fluss ist. Yin & Yang sind die unaufhörlichen Phasen der Wandlung. Das Spiel von Materie und Energie.
Feng Shui: Polarität und Balance
Schauen wir auf die Natur, dann erkennen wir leicht, dass sich alles in einem Spiel der Polaritäten miteinander befindet. Hell und dunkel, Winter und Sommer, Sonne und Mond, Nacht und Tag, männlich und weiblich, Aktivität und Passivität, hart und weich, heiß und kalt, Bewegung und Stillstand, Energie und Materie.
Die Chinesen haben diese Dualität Yin und Yang genannt. Yin ist das aufnehmende passive Prinzip, Yang ist die dynamische einwirkende Energie. Yin kann nicht ohne Yang und Yang nicht ohne Yin. Wenn sich eine dieser Kräfte im Wachstum befindet, dann nimmt die andere ab und umgekehrt.
Wie im Winter die verborgenen Samen der Pflanzen darauf warten, wieder zu wachsen, so ist in Zeiten des Winters oder des Yin, der Samen des Wachstums oder das Yang enthalten. Wenn das Yang seinen Höhepunkt erreicht, beginnen automatisch die Kräfte des Yin wieder anzuwachsen. Unaufhörlicher Wandel ist das Prinzip der Natur. Und die Chinesen nennen die beiden Akteure des Wandels: Yin & Yang.
Feng Shui: Die Lebenskunst des Yin & Yang
Die alten chinesischen Wissenschaften von der traditionellen Medizin über die Kampfkünste bis zum Feng Shui haben eine eigenständige Philosophie entwickelt, die Natur zu beschreiben. Alle diese Wissenschaften gründen auf dem Studium des "Qi", der kosmischen Energie. Die kosmische Energie wandelt sich unaufhörlich und die beiden Kräfte des Wandels werden Yin und Yang genannt.
Deutlich wird das in dem bekannten schwarz-weißen "Yin-Yang-Symbol". Feng Shui kann auch die Kunst des "Yin & Yang" genannt werden. Die Balance der Energien entsteht durch einen harmonischen Fluss des Wandels, so wie auf jeden Tag wieder die Nacht folgt oder wir nach einer Phase der Aktivität wieder eine Phase der Ruhe einlegen.
Ist etwas zu Yang, dann ist es aus der Balance. Ein Beispiel. Wenn ein Ort zu laut, bewegt und hell ist, können wir dort nicht konzentriert arbeiten. Wenn ein Ort zu dunkel, still und beengt ist, werden wir dort ebenfalls nicht effektiv tätig sein können.
Einmal werden wir von der Unruhe angesteckt und fühlen uns gestresst, das andere Mal sind wir müde und unkonzentriert. Es geht um die vitale Balance und den Fluss der Energie. Die Qualität unserer Lebensräume wirkt sich unmittelbar auf unsere Vitalität, Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden aus.
Feng Shui Tipp 1
Gestalten Sie Ihr Leben im Fluss des Yin & Yang. Ich nenne das "Dao-Flow-Prinzip". Achten Sie auf eine Balance aller Ihrer Lebensbereiche, die "Work-Life-Balance". Wenn Sie nur einen Lebensbereich aktivieren, wie zum Beispiel Ihre Karriere, dann sind Sie zu Yang. Ihre Batterien werden aufgebraucht und irgendwann wird Ihr Körper das Yin einfordern, im schlimmsten Fall in Form eines "Burnout".
Meist kommt das Ganze schleppend und äußert sich zu Anfang nur über kleine körperliche Probleme. Bleiben Sie möglichst entspannt. Dann haben Sie große Reserven, um Zeiten der Aktivität locker durchzustehen.
Feng Shui Tipp 2
Achten Sie in Ihren Lebensräumen auf einen harmonischen Ausgleich von Yin & Yang. Schaffen Sie Zonen der Ruhe und der Aktivität, wo beide Kräfte in einer vitalen Spannung zueinander stehen.
Bildquelle: Birgit X Fischer; "Yin & Yang"
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