Die Erkenntnis des Wissenschaftlers William P. Morgan (University of Wisconsin-Madison) ist ganz einfach: Die meisten Menschen bleiben langfristig nur dann in Bewegung, wenn sie einen direkten Zweck damit verbinden können. Hier ist der Faktor P (purpose = Zweck) gefragt.
"Die Menschen geben alles Mögliche als Grund an, warum sie nicht regelmäßig trainieren können, vor allem Zeitmangel. Ich glaube aber, der wahre Grund ist ein anderer: Sie wollen nicht sinn- und ziellos auf einem Standfahrrad strampeln, während zu Hause die Arbeit, die Kinder und sonstige Aufgaben warten", sagt Morgan.
Einige Beispiele für den Faktor P: Walking, weil der Hund raus muss; mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren; in der Mittagspause einen strammen Spaziergang zum Supermarkt machen, um fürs Abendessen einzukaufen. Der Faktor P kommt auch bei Sportarten wie Badminton oder Tennis zum Tragen. Wenn Sie dem Ball nachlaufen, um den Punkt zu machen, ist diese Bewegung zweckorientiert – und das Durchhalten fällt leichter.
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Beginnen Sie klein Überlisten Sie Ihren inneren Schweinehund, indem Sie klein beginnen, rät Robert Thayer (University of California). Nehmen Sie sich z.B. vor, eine Station zu Fuß zu gehen und danach mit dem Bus/der U-Bahn weiterzufahren. Eine Station: Kein Grund für den inneren Schweinehund, auch nur den Kopf zu heben. Wenn Sie aber erst einmal in Bewegung gekommen sind, werden Sie häufig feststellen, dass Sie gerne freiwillig weitermachen.
Setzen Sie auf den Sieg der Erkenntnis Ein weiterer Tipp von Robert Thayer: Bekämpfen Sie Ihre Unlust, indem Sie sich bewusst positive Bewegungserlebnisse und -erkenntnisse vor Augen rufen. Etwa dass Sie sich nach einem strammen Zehn-Minuten-Gang einfach besser und fitter fühlen als nach dem Genuss eines Schokoriegels. Er nennt diese Methode den cognitive override (Sieg der Erkenntnis).
Übrigens: Eine Untersuchung an der Duke University hat aktuelle Zahlen dafür geliefert, dass regelmäßige Bewegung nicht nur körperliche Probleme wie hohe Cholesterinwerte, Diabetes und Bluthochdruck bekämpft, sondern auch ganz klare psychische Vorteile bringt. Sport fördert die Denkleistung, stärkt das Selbstbewusstsein, verringert Ängste und wird z.B. mit großem Erfolg bei der Therapie von Depressionen als Alternative zur medikamentösen Behandlung eingesetzt.
Tun Sie exakt das, was Ihnen am meisten Spaß macht Manche Menschen brauchen einen strengen Zeitplan: Sie müssen wissen, an welchen Tagen zu welcher Uhrzeit sie welche Betätigung ausüben. Andere lieben Flexibilität – verschiedene Sportarten zu unterschiedlichen Zeiten. Das heißt: Finden Sie heraus, was Ihnen am meisten Spaß macht, und tun Sie dann genau das. Spaß ist der beste Motivator.
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