von Anita Radi-Pentz, veröffentlicht in Kreativität
Polterabend – einer der ältesten Hochzeitsbräuche
Zum Polterabend lädt das Brautpaar Freunde und Verwandte einige Tage vor der Hochzeit ein. Diese bringen (ausgedientes) Porzellan mit und zerschmettern es vor dem Haus. Der Lärm soll die bösen Geister vertreiben, die Scherben wiederum sollen sprichwörtlich Glück bringen. Das Brautpaar kehrt die Scherben zusammen und bewältigt damit eine der ersten gemeinsamen Aufgaben, was verheißungsvoll darauf hinweist, dass gemeinsam Krisen bewältigt werden können.
Neben Tellern und Tassen aus Porzellan bringen zerschmetterte Toilettenschüsseln und Waschbecken besonders viele Scherben und hoffentlich ebenso viel Glück. Auch Steingut und Keramik darf den glücksspendenden Beitrag leisten. Absolut tabu ist, beim Polterabend Glas vor die Füße des Brautpaares zu werfen. Denn Glas steht als Symbol für das Glück und das wollen die Gäste am Polterabend keinesfalls zerbrechen.
Andere Hochzeitsbräuche, gegen böse Geister
Es gibt noch andere Hochzeitsbräuche, die demselben Zweck dienen wie ein Polterabend, nämlich die bösen Geister vom Brautpaar fernzuhalten:
Offensichtlich gibt es einiges zu tun, damit die Hochzeit und die Ehe gelingen können. Sollten Sie nicht daran glauben, dass diese Hochzeitsbräuche böse Geister vertreiben, freuen Sie sich einfach an diesen Traditionen. Denn Freude trägt auf jeden Fall dazu bei, dass das Leben zu zweit gut gelingt.
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