von Jürgen Latzke, veröffentlicht in Haustiere
Um uns über das Zusammenleben mit dem Hund schlauer zu machen, bedarf es schon einiger Lektüre. Die gibt es haufenweise - gute, schlechte und auch "bloß-nicht-kaufen" Lektüre. Das ein oder andere lesenswerte Buch werde ich in den nächsten Artikeln vorstellen. Je mehr Wissen wir uns aneignen, umso aufschlussreicher gestaltet sich die Partnerschaft mit dem Hund.
Der erste Hund: Welpe, Senior, Tierheimhund?
Wir sind schon etwas schlauer. Wie soll er überhaupt aussehen? Lange oder kurze Ohren, stehend oder hängend, kurze Beine, lange Beine, kurzes oder langes Fell, usw. Tage gehen ins Land. Ca. 400 eingetragene Rassen und die tollsten Mischungen. Gefühlschaos, Internetrecherche, Tierheimbesuch. Verliebt, noch mal ins Tierheim, er ist noch da. Bevor ihn jemand anderer nimmt... mein Hund.
Ein Tierheimhund ist oft die richtige Wahl. Dort leben viele arme Geschöpfe, die aus schlechter Haltung geholt wurden, die ausgesetzt wurden, weil für den Menschen die Freundschaft dann doch zu weit ging. Oder der "Freund“ war überfordert, weil er sich nicht die Mühe gemacht hat, etwas über diese Rasse zu erfahren.
Die sogenannten Listenhunde, von denen einige lange Jahre im Tierheim verbringen. Auf jeden Fall besser als die Qualen davor. In der Gedankenblase über seinem Kopf steht "Ich brauche dringend einen Freund“. Aber, Vermittlungschance gleich null. Einige geben sich dann irgendwann auf. Es lohnt sich also, einmal über einen Tierheimhund nachzudenken.
Der Hund ist da
Wir haben Sachen besorgt. Er soll’s ja gut haben, etwas zum Spielen, zum Kauen, Futter. Welches Futter für welchen Hund. Informationsvielfalt ohnegleichen. Auch hier die tollsten Mischungen. Für unseren neuen Freund nur das Beste. Die Futterindustrie jubelt, wir auch, dem Hund geht’s gut, uns auch, er hat geknurrt? "Ich wollte ihn nur umarmen“.
Habe ich etwas überlesen in dem Buch "Hundeverhalten für Einsteiger“? Wir müssen eine Hundeschule suchen. Sitz und Platz kann er ja schon. Warum der Hund knurrt, steht nicht in jedem "Hundeverhaltenfüreinsteigerbuch“. Das kann einem in einer guten Hundeschule vermittelt werden. Es kann viele Gründe haben. Es kann mit der Vorgeschichte des Hundes zu tun haben.
Um das zu erfahren, ist dringend fachlicher Rat von Nöten. Er soll nicht wieder seinen Freund verlieren, nur weil er geknurrt hat. Dieses Knurren ist eine Mitteilung, wenn er reden könnte, würde er reden. Hunde reden nicht, sie knurren, bellen, winseln, wedeln mit der Rute, sofern sie noch vorhanden ist. Sie teilen sich mit durch ihr Knurren, nicht mehr und nicht weniger.
Was kann man tun, damit der Hund Freund wird?
Man muss sich auf den Hund einlassen, verstehen wollen, warum er etwas macht oder nicht. Wir sind diejenigen, auf die er sich verlässt, denen er vertraut. Gegenseitiger Respekt, Geduld, Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft, immer noch mehr über diese wundervollen Geschöpfe zu erfahren, sind notwendig, um eine freundschaftliche Partnerschaft über lange Jahre zu erhalten.
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| simplify your life - einfacher und glücklicher leben | Dr. Spitzbart's Gesundheitspraxis | Natur & Gesundheit |
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