von Andrea Fettweis, veröffentlicht in Gesundheit
Eine persönliche Beratung bekommen Sie nur in öffentlichen Apotheken.
Die Apotheke bietet mehr als Medikamente: "Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker" heißt es regelmäßig in den Medien. Aber das pharmazeutische Personal kann Ihnen noch mehr verraten:
Verträgt sich das gewünschte Medikament mit anderen Arzneimitteln, die Sie vielleicht regelmäßig nehmen müssen? Ist es die passende Arznei für Sie oder wäre eine andere hilfreicher? Müssen Sie überhaupt ein Medikament einnehmen oder könnten Sie Ihre Beschwerden auch durch eine Änderung in Ihrem Verhalten lindern?
Dass sich die Apotheken nur auf Kosten unserer Gesundheit bereichern wollen, ist eine Mär. Der Apotheker und die Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA), die vielseitig und gründlich ausgebildet wurden, sind verpflichtet, Sie umfassend zu beraten, bevor Sie Ihnen ein Medikament verkaufen dürfen. Es kann durchaus vorkommen, dass man Ihnen von einem Medikament abrät, weil es sinnlos oder sogar gefährlich für Sie wäre.
Um herauszufinden, ob und was Ihnen helfen könnte, ist ein persönliches und manchmal sehr ausführliches Gespräch notwendig, bei dem man sich von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen sollte. Zudem haben Sie die Gelegenheit, auch über belastende Sorgen zu sprechen.
Internetapotheken bieten ebenfalls einen Beratungsservice an, aber was dort fehlt, ist die nonverbale Kommunikationsebene: Das Fachpersonal kann Sie nicht sehen und damit nicht erkennen, was Sie vielleicht nicht in Worte verpacken können. Etliche Beschwerden können bereits an Äußerlichkeiten erkannt werden.
Bei offensichtlich schlechter körperlicher Verfassung wird der Apotheker Sie zum Beispiel zum Arzt schicken. Außerdem können Sie rasch benötigte Medikamente von einer Internetapotheke nicht am gleichen Tag erhalten.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt bei der Beratung in der Apotheke sind die Hinweise bezüglich der Einnahme eines Medikaments. Die Beipackzettel sind zwar übervoll mit Informationen, aber viele Menschen sind damit überfordert. Der Apotheker oder die PTA erklären Ihnen, worauf es wirklich ankommt.
Die Wirkung eines Arzneimittels ist oft davon abhängig, wann es genommen wird: vor oder nach den Mahlzeiten, morgens, mittags oder nur abends. Auch die Wechselwirkungen mit Lebensmitteln müssen bedacht werden. Einige Medikamente vertragen sich zum Beispiel nicht mit Milch oder Grapefruitsaft.
Heutzutage werden Sie durch Zeitschriften und im Internet mit Auskünften zu Arzneimitteln überschüttet. Doch diese Informationsflut führt bei vielen Menschen zu Verunsicherung und Verwirrung, statt ihnen zu helfen. Die Apotheke bringt Licht in diesen Dschungel und gibt Ihnen den persönlichen Rat, den Sie wirklich brauchen.
Einige Medikamente werden wie wahre Wundermittel beworben – der Apotheker kann Ihnen sagen, was dahinter steckt und was Sie tatsächlich davon erwarten können. Oft kann er Ihnen sogar eine preiswertere und sanftere Alternative empfehlen.
Neben diesen Leistungen bietet Ihnen Ihre Apotheke noch mehr:

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