von Edmunda von Roit, veröffentlicht in Gesundheit
Trockene Haut kann viele Ursachen haben.
Natürlich müssen wir uns regelmäßig waschen und pflegen. Doch kommt unsere Haut regelmäßig mit zu viel Wasser und schädigenden Reinigungsmitteln in Berührung, werden die natürlichen Feuchthaltefaktoren und Strukturlipide entfernt. Die Haut verliert dadurch ihre natürliche Hautschutzbarriere, kann austrocknen und spröde werden. Trockene Haut neigt zu Ekzemen, Entzündungen und Rötungen. Zudem kann sie jucken und sogar aufplatzen.
Mit zunehmendem Alter und bei bestimmten Erkrankungen lässt die Bildung der natürlichen Hautschutzfaktoren nach. Dies ist auch bei Neurodermitikern der Fall. Bei Neurodermitis oder Altershaut neigt die Haut sehr schnell dazu, mit Rötungen und Reizungen zu reagieren. Auf der empfindlichen Haut können sich vermehrt Keime ansiedeln und zu Entzündungen führen. Die Entzündungen schädigen die Haut zusätzlich.
Damit die Haut vor Fett- und Feuchtigkeitsverlust optimal geschützt wird, ist eine regelmäßige Versorgung mit Lipiden und Harnstoff notwendig. Dabei spielen die ungesättigten Fettsäuren – dazu gehört die Linolsäure – eine wichtige Rolle.
Es gibt die unterschiedlichsten Pflegeprodukte für die Körperhaut, die Gesichtshaut und auch für die Haut an Händen und Füßen. Der Fettgehalt (Lipidgehalt) der verschiedenen Hautpflegeprodukte kann sehr unterschiedlich sein. In den Wintermonaten sollten Sie ein Produkt mit einem Fettgehalt von etwa 65 % bevorzugen, im Sommer genügt ein Fettgehalt von etwa 35%.
Harnstoff ist ein natürlicher Feuchthaltefaktor der Haut. Liegt ein Mangel in der Harnstoffproduktion vor oder ist der Harnstoffgehalt in der Haut durch Waschen und Reinigen gestört, sollten Sie Hautpflegeprodukte verwenden, die ausreichend Harnstoff enthalten. Auf den jeweiligen Produkten ist Harnstoff meistens als Urea bezeichnet. Die Menge von Urea wird oft in Prozent angegeben, zum Beispiel: "enthält 10% Urea".
Ob Sie ausreichend gecremt haben, können Sie daran erkennen, wenn sich Ihre Haut entspannt anfühlt. Treten Spannungsgefühl und Juckreiz auf, war die Anzahl der Cremeanwendungen zu gering oder Sie haben ein falsches Präparat mit einem zu niedrigen Lipidgehalt angewendet.
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