von Thomas Pfister, veröffentlicht in Sport und Gesundheit
Wie gesund ist Jogging in der Stadt?
Der Frühling ist da und die Jogging- Saison beginnt. Wen reizt es nicht, nach dem langen Winter seine Joggingschuhe hervorzuholen und mal wieder ein gesundes Training an der frischen Luft zu absolvieren?
Dass Jogging gut für die Gesundheit und Ausdauer ist, liegt klar auf der Hand. Auch sagt man, daß Jogging gut für einen positiven Ausgleich zu unserem alltäglichen Stress am Arbeitsplatz ist.
Wenn Sie auf dem Land wohnen, haben sie gewonnen. Raus aus dem Haus und gleich auf die Laufstrecke! Aber was machen Sie, wenn Sie mitten in einer Großstadt wohnen? Oft sieht man sie, die Freizeitsportler, wenn sie neben der stark befahrenen Hauptstraße laufen.
Den meisten dieser Mensachen ist gar nicht bewußt, dass sie sich dadurch einer sehr hohen Gesundheitsgefahr aussetzen. Das Jogging in der Stadt kann sehr schädlich sein und zu ernsten Erkrankungen führen. Da wäre es besser, wenn Sie erst gar nicht laufen würden.
Die Hauptursachen: Staub, Smog und Straßenbelag
Staub in der Atemluft ruft Atemwegserkrankungen hervor oder verschlimmert diese. Schwedische Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass nicht - wie bisher angenommen - Teilchen mit einem Durchmesser von 10 Mikrometer schädlich sind, sondern bereits Feinststaub im Bereich von 2,5 Mikrometern (0,0025 Millimeter).
Dieser Staub wird beim Jogging in der Stadt - besonders neben befahrenen Straßen durch Dieselruß, Schmutz und Reifenabrieb - eingeatmet.
Smog kann nicht nur neben befahrenen Straßen , sondern überall in der gesamten Stadt auftreten. Besonders in Ballungszentren in einer topografischen Beckenlage. Das heisst, überall dort, wo kein ständiger natürlicher Luftaustausch entstehen kann. Dort sammeln sich Stickoxide, Blei, Kohlenwasserstoffe, Vanadium, Beryllium und Quecksilber. Diese Stoffe können die Entstehung von Krebserkrankungen fördern. Auch treten hier gehäuft Bronchitis, Asthma oder Emphysem auf.
Ein harter Straßenbelag ist ungesund für den Bewegungsapparat und die Gelenke des Menschen. Gelenksbeschwerden, Muskelriss, Ballenbeschwerden, Hüftbeschwerden sind die Folge und der Orthopäde freut sich.
Was passiert beim Einatmen während des Jogging?
Schlechte Luft in der Stadt schädigt die Lunge beim Jogging mehr, als wir vermuten!
Im Ruhezustand atmen wir etwa 10% der Luft in der Lunge ein und aus. Bei starker Anstrengung wie beim Jogging steigt diese Menge auf bis zu 60%. In den Lungenbläschen verbleiben immer 20% der Luft, gleichgültig wie stark wir ausatmen.
In den Lungenbläschen gelangt der eingeatmete Sauerstoff in winzige Blutgefäße (Kapillaren) und wird in alle Körperteile transportiert. Ein Lungenbläschen misst etwa 0,2 Millimeter. Seine Wand ist eine Schicht aus einzelnen Zellen. Diese Schicht ist sehr dünn, so dass die Gase leicht zwischen dem Lungenbläschen und den Kapillaren ausgetauscht werden können. Ist der Körper - wie zum Beispiel beim Jogging - unter Anstrengung, wird mehr Luftvolumen in die Lungen eingeatmet. Die Lungenbläschen erweitern sich. Somit werden auch die Autoabgase und der Feinstaub vom Körper aufgenommen. Das Risiko einer ernsten Erkrankung steigt, je öfter man sich in schlechter Luft bewegt.
Auf was sollte man beim Jogging in der Stadt achten?

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Mein Name ist Thomas Pfister. Ich bin Ihr Experte für Arbeits- und Gesundheitsschutz.