von Jörg Birkel, veröffentlicht in Triathlon
Der Kalorienverbrauch beim Schwimmen lässt sich berechnen
Beim Schwimmen macht sich der Sportler gleich zwei Eigenschaften des Wassers zunutze. Der höhere Druck presst die Blutgefäße leicht zusammen. Das führt dazu, dass mehr Blut zum Herzen gepumpt wird. Daher benötigt es weniger Schläge pro Minute, um die Versorgung der Muskeln mit Sauerstoff zu gewährleisten, und arbeitet ökonomischer. Ein weiterer Aspekt ist die Temperatur des Wassers. Der Körper schützt sich vor Auskühlung, indem er den Stoffwechsel beschleunigt und zusätzliche Kalorien verbrennt.
Laufen und Schwimmen: Der Vergleich
Vergleicht man den Kalorienverbrauch beim Schwimmen und Laufen, dann zeigt sich, dass der Umsatz auf gleicher Distanz beim Schwimmen höher ist. Ein Sportler mit einem Körpergewicht von 70 kg verbraucht im Schnitt 744 kcal, wenn er eine Strecke von 3.000 m mit einer Geschwindigkeit von 25 m/min schwimmt. Dafür benötigt er zwei Stunden. Läuft derselbe Sportler eine Strecke mit zwölf km/h, hat er nach einer Stunde durchschnittlich 906 kcal umgesetzt. Herunter gerechnet auf 3.000 m sind das gerade einmal 226,5 kcal.
Kalorienverbrauch beim Schwimmen berechnen
Wer seinen Kalorienverbrauch selbst einmal grob berechnen möchte, kann sich an folgenden Eckpunkten orientieren. Der Verbrauch eines Sportlers mit einem Körpergewicht von 55 kg liegt beim Kraulschwimmen mit 25 m/min bei 4,8 kcal/min, beim Rückenschwimmen mit 25 m/min bei 3,0 kcal/min und beim Brustschwimmen mit 20 m/min bei 3,8 kcal/min. Erhöht man die Geschwindigkeit auf 50 m/min beim Kraul sowie 40 m/min bei Rücken und Brust, erhält man Werte von 8,5 kcal/min, 6,6 kcal/min und 7,6 kcal/min.
Ein Sportler mit einem Körpergewicht von 70 kg verbrennt 6,2 kcal/min beim Kraulschwimmen mit 25 m/min und 11 kcal/min bei 50 m/min. 3,9 kcal sind es beim Rückenschwimmen mit 25 m/min und 8,6 kcal/min bei 40 m/min. Beim Brustschwimmen mit 20 m/min kommt er auf 4,9 kcal/min, bei 40 m/min sind es 9,9 kcal/min.
Worauf Anfänger achten sollten
Einsteiger sollten beim Training beachten, dass sie nicht zu sehr aufs Tempo drücken. Die ersten 100 Meter sind zum Einschwimmen da, die letzten zum Ausschwimmen. Dazwischen empfiehlt es sich, sowohl Tempo als auch Schwimmstil zu variieren. Doch Vorsicht: Auch hier können falsche Bewegungsabläufe zu Überlastungen führen. Und das wirkt dem Trainingseffekt entgegen.
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