von Dr. Jörg W. Tauch, veröffentlicht in Pflege
Pflegerische Einrichtungen besitzen Leitbilder, die auf eine Pflegetheorie gründen.
Die Bedeutung von Pflegetheorien wächst in den letzten Jahren. So schreiben die Qualitätskriterien des Medizinischen Dienstes der Kassen (MDK) die Formulierung eines Leitbildes vor. Eine überlegte Auswahl ist daher wichtig.
Vier Aspekte stehen im Mittelpunkt bei der Auswahl einer Pflegetheorie:
Dabei ist es wichtig, institutionsspezifisch zu schauen und die Bedürfnisse sowohl der Bewohner/Patienten/Klienten als auch der pflegenden Mitarbeiter herauszuarbeiten.
Kompatibilität meint in diesem Zusammenhang, dass die ausgewählte Theorie mit der "Philosophie" der Einrichtung übereinstimmt. Dabei lassen sich auch gesetzliche Rahmenbedingungen leicht berücksichtigen. Allerdings sind in der deutschen Gesetzgebung in der Regel nur vage Vorgaben zu finden.
Vollständigkeit meint, dass die ausgewählte Theorie die in ihr enthaltenen Konzepte definiert haben und Hinweise für die Umsetzung in den entsprechenden Arbeitsbereich enthalten muss.
Mit Praktikabilität wird definiert, dass die Theorie verständlich sein muss und in der Praxis angewandt werden kann.
Mit dem Kriterium Durchführbarkeit ist gemeint, dass der Pflegetheorie entsprechende Ressourcen von der Einrichtung vorgehalten werden müssen.

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Mein Name ist Dr. Jörg W. Tauch. Ich bin Ihr Experte für Demenz und Pflege.