von Jörg W. Tauch, veröffentlicht in Pflege
Theorie von Orem
Der besondere Schwerpunkt sind nach der Theorie von Orem die bewussten Handlungen der Pflegekraft bei Diagnose, Planung, Umsetzung, Organisation und Aufrechterhaltung von Systemen.
Davon ausgehend definiert sie in ihrer Pflegetheorie drei zentrale Dimensionen.
In Zusammenhang mit dieser Theorie eröffneten sich für Orem zunächst drei Fragen:
Theorie nach Orem: Selbstpflege
Primär geht Orem, basierend auf die genannten Fragen, davon aus, dass jeder Mensch sich selbst pflegt. Der Schlüsselbegriff der "Selbstpflege" ist in diesem Kontext ein erlerntes Verhalten. In Unterscheidung zu Reflexen und programmierten Mechanismen beruht die Selbstpflege auf einer reflektierten Tätigkeit, die auf ein Ziel oder Resultat hingerichtet ist. Der Bereich der Körperpflege beispielsweise ist abhängig von der Kultur und keine angeborene Tätigkeit.
Diese Selbstpflegekompetenz eines Individuums umfasst die Fähigkeit einzuschätzen, welche Selbstpflegeerfordernisse gedeckt werden können und müssen.
Theorie nach Orem: Selbstpflegedefizit
Reicht die Selbstpflegekompetenz nicht aus bzw. besteht ein Missverhältnis bei diagnostischer Betrachtung und Beurteilung des Pflegebedürftigen und dem Selbstpflegeerfordernis, so entsteht nach Orem ein Selbstpflegedefizit.
Theorie nach Orem: Pflegesysteme
Der situative Selbstpflegebedarf bildet in der Pflegetheorie von Orem dabei die Summe aller Selbstpflegehandlungen, die bei der Erfüllung gegenwärtiger Selbstpflegeerfordernisse notwendig sind.
Orem unterscheidet nun drei Arten von Pflegesystemen:
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| Qualität in der Pflege | Stationäre Pflege aktuell | Häusliche Pflege - Rat und Hilfe für pflegende Angehörige |
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