von experto.de Redaktion, veröffentlicht in Demenz
Pflegeheim ist kein "Abschieben"
Eine Unterbringung im Pflegeheim ist dann sinnvoll, wenn die häusliche Pflege auch mit Unterstützung von ambulanten Pflegediensten nicht mehr ausreichend ist. Die Entscheidung für das Pflegeheim fällt den Angehörigen trotzdem schwer und führt oft zu Schuldgefühlen - der Umzug des Patienten ins Pflegeheim wird als "Abschieben" empfunden.
Nur: In vielen Fällen ist es für alle Beteiligten die beste Lösung. Für die Pflege ist gesorgt, und Angehörige können sich im Pflegeheim entspannter um den Patienten kümmern und unbeschwerter Zeit mit ihm verbringen.
Insbesondere bei Demenzpatienten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Umzug in ein Pflegeheim früher oder später nicht zu vermeiden ist - vor allem, wenn nicht nur am Tag, sondern auch in den Nachtstunden Pflege und Betreuung notwendig sind.
Und wenn Sie "niemals in ein Pflegeheim" versprochen haben?
Auch wenn Sie Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen versprochen haben, dass er nie in Pflegeheim muss, bedenken Sie: Zu diesem Zeitpunkt konnten weder Sie noch er absehen, wie sich seine gesundheitliche Situation entwickeln würde. Tun Sie ihm wirklich einen Gefallen, wenn Sie das Versprechen halten? Und können Sie es nur mit dem ständigen Gefühl, dass Sie der Pflege nicht gewachsen sind, und einem schlechten Gewissen halten? Dann denken Sie noch einmal darüber nach.
Ist der Zeitpunkt für einen Umzug ins Pflegeheim gekommen?
Wenn Sie sich fragen, ob die Pflege zu Hause noch möglich und sinnvoll ist, können Ihnen die folgenden Punkte weiterhelfen. Treffen ein oder mehrere Punkte auf Ihre Pflegesituation zu, sollten Sie sich mit einem Umzug ins Pflegeheim auseinandersetzen:
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Gast
09. Februar 2010, 15:37, im Forum Demenz
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