von Andreas Brieschke, veröffentlicht in Naturheilkunde
Grippaler Infekt? Mit Ingwer heilen und vorbeugen
Anwendung von Ingwer bei grippalen Infekten
Ingwer ist eine stark wärmende Pflanze. Er wird daher auch bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen mit Erfolg angewandt. Der Geschmack ist auf eigene Weise scharf. Nicht so heiß brennend wie Chili und weniger schleimhautreizend als Meerrettich. Man merkt aber deutlich den Einfluss auf alle Verdauungsdrüsen. Ingwer wirkt auch deutlich schweißtreibend.
Den wärmenden Effekt machen wir uns bei drohendem grippalem Infekt zunutze. Sie kennen sicher das Gefühl, zu kalt geworden zu sein. Etwas zu lange draußen gesessen und nun sitzt die Kälte in den Knochen. Hier hilft ein Ingwertee hervorragend:
Das ätherische Öl der Ingwerwurzel wirkt stark antiviral. Somit habe grippale Infekte kaum eine Chance. Die Schüssler Salze helfen dann zusätzlich, gerade wenn man ausgepowert ist.
Ingwer: Die Pflanze und ihre Verwandtschaft
Der Ingwer Zingiber officinalis stammt wahrscheinlich aus Südasien, wird heute aber überall in den Tropen angebaut. Sie finden ihn in jedem asiatischen Lebensmittelgeschäft als frische Wurzel. Ich bestehe aber für die Vorbeugung grippaler Infekte, wenn irgend möglich, auf biologischen Anbau.
Die Familie der Zingiberaceen beinhaltet noch andere sehr interessante Pflanzen. So finden wir die Gelbwurz oder Curcuma, den Galgant und den Kardamom. Alles drei hochgeschätzte Heilpflanzen, über die an anderer Stelle zu berichten sein wird.
Der Ingwer selbst besteht aus dem knolligen Wurzelstock, den wir kennen. Die Pflanze ist ausdauernd und treibt jährlich eine bis zu einem Meter hohe, stark beblätterte Sprosse. Diese erinnern an Schilf. Die Blüte ist sehr auffällig, grünlich-gelb mit violetten Punkten.
Mögliche Kombinationen mit Ingwer bei grippalen Infekten
Ich kombiniere Ingwer gerne mit Thymian. Auch die verwandte Curcuma bietet sich an. Man kann zur Geschmacksverbesserung Orangenschalen und etwas Zimt hinzufügen. Dann sind die Kinder auch gerne dabei.
Zur Ableitung und Entsäuerung nehme ich zusätzlich Brennessel. Möchte man eine stärkere schweißtreibende Wirkung haben, sind Holunderblüten das Mittel der Wahl. Salbei wäre dann genau verkehrt. Sie können außerdem das Schüssler Salz Nummer drei, Ferrum phosphoricum, einnehmen.
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Mein Name ist Andreas Brieschke. Ich bin Ihr Experte für Naturheilkunde und Heilkräuter.