von Edmunda von Roit, veröffentlicht in Krankheiten
Antibiotika - was sollte man bei der Einnahme beachten?
Bei den Bakterien handelt es sich um Kleinstlebewesen. Viele Bakterien leben ganz natürlich in unserem Körper und haben dort vielfältige Aufgaben zu erfüllen. In diesem Fall spricht man von den "guten" Bakterien. Im Gegensatz dazu gibt es die "bösen" Bakterien, die uns mit Krankheiten, wie zum Beispiel Erkältungs- und Infektionskrankheiten, anstecken können.
Die Verbreitung dieser Bakterien kann von Mensch zu Mensch, über Ungeziefer, aber auch durch verdorbene Nahrungsmittel, infiziertes Trinkwasser, unsaubere Toiletten oder andere Gegenstände erfolgen. Ist in unserem Körper das Gleichgewicht zwischen den Bakterien gestört, kann es zu Erkrankungen kommen. Die Bakterien im Darm werden als Darmflora bezeichnet. Die Darmbakterien sind maßgeblich an der Immunabwehr beteiligt.
Die Wirkmechanismen der Antibiotika sind unterschiedlich. Manche töten die Bakterien ab, andere dagegen hemmen das Bakterienwachstum. Um diese Vorgänge optimal zu erfüllen, braucht ein Antibiotikum einige Zeit, um zu wirken. Deshalb ist es äußerst wichtig, dass Sie das Antibiotikum genau nach Vorschrift einnehmen.
Wird die Behandlung mit einem Antibiotikum zu früh abgebrochen, sind noch nicht alle Bakterien abgetötet oder im Wachstum gehemmt worden. Die übrig geblieben Bakterien entwickeln eine Substanz, die das Antibiotikum bekämpft. Die Information wird gespeichert und an alle nachfolgenden Bakteriengenerationen weiter gegeben. Das verwendete Antibiotikum wird somit unwirksam.
Fast jeder fünfte Patient, der mit einem Antibiotikum behandelt wird, bekommt Durchfall. Der Grund dafür ist, dass das Antibiotikum nicht nur die "bösen" Bakterien, sondern auch die "guten" Darmbakterien abtötet oder im Wachstum hemmt. Dadurch können Nahrungsbestandteile nicht mehr richtig von den Darmbakterien abgebaut werden. Die Folge davon sind Durchfallerkrankungen.
Durchfall während einer Antibiotika-Therapie können Sie mit Saccharomyces boulardii-Präparaten behandeln. Diese Präparate können Sie begleitend zur Antibiotika-Therapie und auch noch danach einnehmen. Es handelt sich dabei um Hefepilze, die sich schnell im Magen- und Darmtrakt ansiedeln. Sie stoppen den Durchfall und unterstützen so die Behandlung.
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