von experto.de Redaktion, veröffentlicht in Grippe
Die Schweinegrippe grassiert in Deutschland und sorgt bei weiten Teilen der Bevölkerung für Verunsicherung. Zwar raten offizielle Stellen wie das Bundesministerium für Gesundheit, sich gegen Schweinegrippe impfen zu lassen. Allerdings steht der Schweinegrippe-Impfstoff Ende November 2009 noch gar nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung.
Schweinegrippe: Impfen gesundheitsschädlich?
Um im Herbst 2009 rechtzeitig zur zweiten Schweinegrippe-Welle auf dem Markt zu sein, wurde der Schweinegrippe-Impfstoff – schneller als bei Arzneimitteln normalerweise üblich – in Deutschland zugelassen. Deshalb wird er auch wegen unzureichender klinischer Tests und Studien kritisiert. Hinzu kommen die umstrittenen Wirkverstärker (Adjuvantien), die dafür sorgen, dass weniger Antigen pro Impfdosis benötigt wird. Die Produktion dieses Antigens ist langwierig, deshalb werden Wirkverstärker im Schweinegrippe-Impfstoff eingesetzt, um in kurzer Zeit möglichst viele Menschen gegen Schweinegrippe impfen lassen zu können.
Zu den häufigsten Bedenken gegen die Schweinegrippe-Impfung lässt sich nach bisherigem Erkenntnisstand (November 2009) Folgendes sagen:
Schweinegrippe: Impfen sogar gewollt gefährlich?
Darüber hinaus kursieren inzwischen vor allem im Internet einige „Verschwörungstheorien“, die davor warnen, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. Es werden regelrechte Horrorszenarien entworfen, in denen von „Zwangs-Impfungen“ und „geplantem Genozid“ die Rede ist. Hier einige der häufigsten Vorwürfe, die bisher allerdings von offizieller Stelle nicht bestätigt, geschweige denn bewiesen sind:
Ob man diesen Verschwörungstheorien zur Schweinegrippe Glauben schenkt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Das Robert-Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut sind bemüht, die Kritik durch wissenschaftliche Belege zu entkräften. Allerdings müssen sie sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie im Zweifelsfall nicht ganz „unparteiisch“ sind, weil sie als Bundesinstitute im Dienste der Regierung stehen.
Schweinegrippe: Impfen aus gutem Grund?
Eine Erklärung dafür, dass die Bundesregierung empfiehlt, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen, ist die Neuartigkeit des Schweinegrippe-Virus‘. Gegen die „normale“ Grippe besteht in der Bevölkerung aufgrund der jährlichen Widerkehr des Virus' – wenn auch in leicht veränderter Form – ein höherer Schutz. Bei der „neuen“ Grippe hat noch keine solche Vorimmunisierung stattfinden können – deshalb ist die Gefahr, dass jemand an der Schweinegrippe erkrankt, viel größer.
Während jedes Jahr um die zehn Prozent der Bevölkerung an der saisonalen Grippe erkranken, erwartet man bei der Schweinegrippe eine Erkrankungsrate von 30 Prozent. Damit wird auch die Zahl der schweren Verläufe und der Todesfälle ansteigen – allerdings ist es auch schon bei einer normalen Grippe-Welle vorgekommen, dass bis zu 20.000 Menschen verstoben sind.
Sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen ist momentan der wirksamste Schutz. Dennoch – wirklich sicher ist nur eins: Um die richtige Entscheidung für oder gegen eine Schweinegrippe-Impfung zu treffen, empfiehlt sich eine ausführliche Beratung durch den zuständigen Arzt, um das individuelle Risiko möglichst genau abschätzen zu können.
|
|
|
|
| Dr. Spitzbart's Gesundheitspraxis | Länger und gesünder leben | Natur & Gesundheit |
Gast
25. November 2009, 19:17, im Forum Grippe
Gast
25. November 2009, 11:16, im Forum Grippe
Bitte loggen Sie sich ein, um zu kommentieren oder Fragen zu stellen.
Sind sie neu hier? Dann registrieren Sie sich jetzt kostenlos.