von Britta Ganzmann, veröffentlicht in Kinder- & Jugendgesundheit
Natürliche Antibiotika für Kinder
Viele Eltern schrecken vor der Gabe eines Antibiotikums für ihr Kind zurück. Denn oftmals ist nicht geklärt, welcher Erreger die Erkrankung verursacht hat. Antibiotika wirken nur bei bakteriellen Infektionen. Bei Erkrankungen, die durch Viren ausgelöst wurden, sind sie jedoch wirkungslos. Auch die nicht unerheblichen Nebenwirkungen eines Antibiotikums möchten Eltern gerne vermeiden.
Antibiotika greifen in wichtige Abläufe des Bakterienstoffwechsels ein. Dadurch stirbt das Bakterium ab oder es kann sich nicht weiter vermehren. Im Idealfall wird das Antibiotikum nach Erregeridentifizierung ausgewählt, in der Regel erhält das Kind jedoch ein Breitbandantibiotikum, das mehrere Bakterienarten gleichzeitig bekämpft.
Antibiotika wirken nicht nur auf die krankheitsauslösenden Bakterien, sondern auch auf die natürliche Bakterienflora von Darm, Haut und Schleimhaut, wodurch es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen kann. Ein Großteil des menschlichen Immunsystems befindet sich im Darm und wird durch häufige Antibiotika-Gaben geschwächt. Dies hat zur Folge, dass nach einer Antibiotikum-Gabe der nächste Infekt oft nicht lange auf sich warten lässt.
Allzu großzügige Verwendung von Antibiotika in den letzten Jahrzehnten hat zur Folge, dass gefährliche Krankheitserreger zunehmend resistent werden. Das bedeutet, dass ein Antibiotikum einen bestimmten Erreger nicht mehr schädigen kann. Weil Antibiotika häufig schon bei harmlosen Infekten, zur Vorbeugung und sinnloserweise bei Virkusinfekten eingesetzt werden, entwickeln immer mehr Bakterien Resistenzen.
Natürliche Antibiotika haben ihren Platz in der Behandlung leichter bis mittelschwerer Infektionen und können dazu beitragen, dass Antibioika das bleiben, wozu sie gedacht waren: Hochwirksame Medikamente bei schweren, lebensbedrohlichen Krankheiten.
Natürliche Antibiotika werden fast ausschließlich aus Pflanzen gewonnen, die Stoffe entwickelt haben, um sich selbst gegen Erreger zu verteidigen. Die Wirkung der natürlichen Antibiotika ist vielfältig. Sie hemmen oder töten nicht nur Bakterien, sondern auch Viren und Pilze. Sie fördern die Wundheilung und schädigen nicht die für unser Immunsystem nützlichen Darmbakterien. Heilpflanzen können im Gegensatz zu Antibiotika auch vorbeugend eingesetzt werden, wodurch die körpereigene Abwehr gestärkt wird.
Halsentzündung: Mischen Sie ein Gurgelmittel aus einer Tasse Wasser und je 5 Tropfen Grapefruitkern- und Propolis-Extrakt. Lassen Sie Ihr Kind 3 Mal täglich gurgeln. Alternativ können Sie auch warmes Wasser mit Zitronensaft mischen. Auch Salbei hat eine hoch desinfizierende Wirkung und kann als Tee getrunken oder auch zum Gurgeln verwendet werden.
Blasenentzündung: Geben Sie Ihrem Kind mehrmals täglich eine große Tasse Tee (Goldrute, Brennessel, Birkenblätter) und fügen dieser je 3 Tropfen Propolis und Grapefruitkern-Extrakt zu.
Bronchitis: Geben Sie Ihrem Kind täglich mehrere Tassen Thymian oder Salbei-Tee (ab 2. Lebensjahr) und fügen diesen jeweils 2 Tropfen Propolis und Grapefruitkernextrakt zu. Von Kindern ab dem 1. Lebensjahr gern genommen ist der Zwiebel-Honig, für den Sie ein Pfund Zwiebeln kleinschneiden und mit naturreinem Honig übergießen. Entfernen Sie nach 24 Stunden Ziehzeit die Zwiebeln und verabreichen Sie Ihrem Kind täglich 3 Esslöffel des Honigs.
Mittelohrentzündung: Machen Sie für Ihr Kind einen Zwiebelwickel. Hacken Sie hierfür eine Zwiebel möglichst klein, überbrühen Sie diese mit heißem Wasser und geben sie die noch warmen Zwiebeln in ein dünnes Tüch. Das Kind sollte sich mit dem betroffenen Ohr auf das handwarme Zwiebelsäckchen legen, so dass die Zwiebeldämpfe in den Gehörgang aufsteigen können.
In der natürlichen Behandlung von Kindern haben sich diese Maßnahmen sehr bewährt. Sollten sich die Beschwerden jedoch nicht innerhalb von 24 Stunden bessern, stellen Sie Ihr Kind bitte einem Arzt vor.

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