von Andra Dattler, veröffentlicht in Homöopathie
Homöopathie wirkt: In der Praxis ist das offensichtlich
Zugegeben, es fällt einem einigermaßen rational denkenden Menschen schwer, zu glauben, dass eine Verdünnung von 1zu Atlantischer Ozean eine Wirkung auf den Körper haben könnte. Dennoch zeigt die tägliche Praxis, dass die Patienten sehr wohl auf die Globuli ansprechen.
Und die Beobachtung, dass zwei gegebene Mittel nicht wirken und dann endlich das dritte Mittel einen durchschlagenden Erfolg zeigt, Symptome innerhalb von kürzester Zeit verschwinden und auch nicht mehr auftauchen und sich der Gesamtzustand des Patienten auf psychischer und körperlicher Ebene stark verbessert, ist dermaßen beeindruckend, dass die wissenschaftliche Erklärung dafür in den Hintergrund rutscht.
Genauso geht es zahlreichen Patienten in Deutschland (über 50% der Deutschen haben bereits homöopathische Mittel angewendet). Sie sehen an ihren Kindern oder an Familienmitgliedern und Freunden eine Wirkung, die ein gesunder Menschenverstand nicht mehr mit Placebo-Effekt erklären kann, da sie sehr tiefgreifend und dauerhaft ist. Wissenschaftlich ist das nicht – aber es genügt vielen, um sich selbst dem Versuch einer Behandlung auszusetzen.
Wirkung der Homöopathie kann wissenschaftlich nicht erklärt werden
Wissenschaftlich zu erklären ist diese Wirkung der Globuli nicht. Denn in den Hochpotenzen ist kein einziges Molekül der Ausgangssubstanz mehr enthalten. Und selbst Tiefpotenzen sind so stark "verdünnt", dass eine Wirksamkeit unerklärlich scheint. Wenn die Mittel nun nicht chemisch wirken – wie dann?
Diese Frage verunsichert viele rational denkende Menschen, die sich nur mit wissenschaftlichen Erklärungen identifizieren können. Denn, was wäre, wenn es doch mehr in uns gäbe, als chemische Prozesse und durch Nervenimpulse gesteuerte Reaktionen? Was, wenn der Körper eben doch nicht wie ein Auto funktioniert?
Samuel Hahnemann postuliert schon sehr früh den Begriff der "Dynamis" einer nicht-materiellen, geisthaften Kraft, die alle Prozesse des Organismus steuert. Die traditionelle chinesische Medizin nennt dies Chi und hat ein genau beschriebenes System von Meridianen, in denen diese Energie läuft. Aber greifen lässt sich dies nicht und auch nicht messen, zählen oder angucken. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, fällt es so schwer an eine Wirkung der Homöopathie zu glauben. Denn wer glaubt denn schon an Geister?
Fazit:
Die Wirkungsweise der Homöopathie wird in nächster Zeit wohl kaum erklärt werden können. Zahlreiche Studien belegen allerdings, dass die Homöopathie doch weit mehr ausrichten kann als ein Placebo. Die Homöopathie scheint definitiv einen positiven Einfluss auf die Behandlung von Patienten zu haben und lässt sich sehr gut mit schulmedizinischen Maßnahmen kombinieren.
Wer davon überzeugt ist, dass Homöopathie nicht wirken kann, muss sie auch nicht anwenden. Genauso wie viele Menschen auf einige schulmedizinische Maßnahmen verzichten, weil sie davon überzeugt sind, dass sie ihnen nicht gut tun. Das ist nicht wissenschaftlich, sondern eine persönliche Entscheidung.
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