von Gabriele Zuske, veröffentlicht in Homöopathie für Katzen
Da Katzen eigentlich Wüstentiere sind, hat die Natur ihnen die Möglichkeit mitgegeben, ihren Wasserhaushalt zu regulieren. So können Sie auch mit wenig Wasser auskommen. Katzen können bei Wasserknappheit ihren Urin stark konzentrieren und die über den Kot abzugebende Flüssigkeit minimieren.
Dadurch kommt es dann zu vergleichsweise hartem Kot. Katzen sind daran gewöhnt, harten Kot abzusetzen, aber wenn der Wasserhaushalt im Körper durcheinander geraten ist, kann es schnell zu einer schmerzhaften Verstopfung kommen. Hat die Katze damit ein Problem, versucht sie ständig Kot abzusetzen, was ihr dann meist nicht gelingt. Sie wird dabei eventuell jammern und stark pressen. Sollte dies der Fall sein, muss man ihr helfen, da es sonst zu einer Vergiftung kommen kann.
Verstopfungen können durch lange Transporte auftreten, weil der Kot sich im Darm zu stark anhäuft und die Katze das Absetzen zurück hält. Auch eine Störung der Darmtätigkeit kann der Auslöser sein. Diese Störung kann durch zu wenig Bewegung oder falsche Ernährung ausgelöst werden. Eventuell leidet die Katze auch an einer Entzündung der Analdrüse oder sie hat Probleme mit dem Bewegungsapparat und Schmerzen bei der Haltung, die sie beim Kotabsetzen einnehmen muss. Diese Auslöser sollte abgeklärt werden um weitere Verstopfungen zu vermeiden.
Da auch Schmerzen der Gelenke, gerade bei alten Katzen, ein Auslöser sein können, sollte man diesen Aspekt auch in die homöopathische Auswahl mit einbeziehen. Ein Mittel, das in beide Richtungen wirkt, ist Bryonia. Es kann bei hartem Stuhlgang helfen, der durch Gelenkserkrankungen begünstigt wird.
Übergewicht löst oft Analdrüsenerkrankungen aus und hier kann Graphites gegen das Übergewicht hilfreich sein, wenn es zum Typ der Katze passt. Wichtig ist natürlich auch eine angepasste Ernährung mit einem hochwertigen Futter. Gegen Haarballen, die eine Verstopfung ebenfalls begünstigen können, hilft ab und zu ein kleines Stückchen Butter oder eine Malzpaste. Bieten Sie der Katze Katzengras an, damit die Haare auf natürlichem Wege entsorgt werden können.
Manchmal hilft der Katze auch die Gabe von etwas Milchzucker, der bei den meisten Katzen ja Durchfall begünstigt. Ebenfalls kann versucht werden, ihr normale Milch anzubieten in der ja Milchzucker enthalten ist. Auch ein wenig Sonnenblumenöl könnte den Stuhl wieder in Gang bringen.
Es gibt in der Homöopathie viele Mittel, die bei hartem Stuhlgang eingesetzt werden können, dazu gehört u. a. für alte Katzen Opium. Ist der Stuhlgang erst hart und wird dann weich, kann Belladonna oder Causticum der Katze helfen. Vorbeugend ist darauf zu achten, dass dem Futter genügend Flüssigkeit zugesetzt wird, damit der Kot nicht zu hart werden kann.
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