von Marion Walsdorff, veröffentlicht in Homöopathie
Galphimia glauca gilt als homöopathisches Antihistaminika
Galphimia glauca - die Gemütslage
Das Leitsymptom für
Galphimia glauca ist die Antriebsschwäche. Ein allgemeines Gefühl der
Schwere, Benommenheit und Erschöpfung stehen im Vordergrund des
homöopathischen Mittelbilds. Auch die Heuschnupfenzeit ist geprägt von
mangelnder Kraft und einem benommenen Gefühl, ähnlich wie es auch für
Gelsemium sempervirens typisch ist. Auch die schweren Augenlider
sind typisch für Galphimia glauca und Gelsemium sempervirens.
Galphimia glauca oder Gelsemium sempervirens
Bis
jetzt sind nur wenig Modalitäten über Galphimia glauca bekannt. Als
gesichert gilt die Erkenntnis, dass sich die Heuschnupfen-Symptome durch
Wetterwechsel und nachmittags verschlechtern. Die Verschlimmerungszeit
hilft hier, das Mittel Galphimia glauca von Gelsemium sempervirens zu
unterscheiden. Während Galphimia glauca Pateinten über Heiserkeit und
Bindehautentzündung klagen, leiden Gelsemium-Patienten unter trockenem
Husten und verschwommenen Sehen. Auch steht bei Gelsemium der Juckreiz
der Schleimhäute nicht so im Vordergrund.
Galphimia glauca als homöopathisches Prophylaxemittel
Galphimia
glauca kann in Tiefpotenzen auch prophylaktisch eingesetzt werden. Etwa
sechs Wochen vor der Zeit, in der Sie jeweils mit den ersten
Heuschnupfen-Symptomen rechnen müssen, sollten Sie mit der Prophylaxe
beginnen. Empfohlen wird auch hier eine D12 drei mal täglich 2-3 Globuli
einzunehmen. In der Heuschnupfen-Zeit, wenn die ersten Symptome
einsetzen, sollte dann die Potenz gewechselt werden.
Wenn Galphimia glauca nicht hilft
Natürlich
kann das homöopathische Mittel Galphimia glauca nicht bei allen
Heuschnupfen-Symptomen helfen. Andere häufig eingesetzte homöopathische
Heuschnupfen-Mittel sind Euphrasia officinalis (wenn Beschwerden der
Augen im Vordergrund stehen), Dulcamara (wenn die Symptome durch
feucht-kalte Witterung ausgelöst werden), Arsenicum album (wenn die
Absonderung wässrig und wund machend sind) und Allium Cepa (wenn das
Nasensekret sehr scharf ist, während die Tränen mild sind).
Außerdem kommen Nux vomica, Gelsemium, Kalium-phosphoricum, Iodum, Arum triphyllum, Lachesis, Luffa und Natrium muriaticum in Frage. Neben einer symptomatischen homöopathischen Behandlung ist häufig auch eine homöopathische Konstitutionsbehandlung angezeigt, die die zugrundeliegende allergische Disposition verändern kann.
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