von Andra Dattler, veröffentlicht in Homöopathie
Für die homöopathische Behandlung im Akutfall sind fünf wichtige Schritte zu beachten.
Für die homöopathische Selbstbehandlung im Akutfall sind 5 wichtige Schritte zu beachten.
Zunächst schreibt man sich alle Beschwerden, von Kopf bis Fuß und alle psychischen und allgemeinen Beschwerden genau auf. Dabei ist z. B. auch wichtig, wie genau der Schmerz ist, was die Beschwerden bessert und was sie verschlechtert. Dazu kommen dann noch Allgemeinsymptome wie Appetit, Nahrungsmittelverlangen, Schlaf, Schweiß und Temperaturempfinden.
Dann versucht man herauszufinden, was die wichtigsten Symptome sind. Wichtig ist natürlich, wie stark und wie deutlich ein Symptom auftritt. Wenn ich einen leichten, dumpfen Kopfschmerz bei einer Erkältung habe, ist dies nicht so wichtig, wie ein starkes Brennen der Kopfhaut, als würden meine Haare brennen.
Zudem ist wichtig, ob ein Symptom ungewöhnlich ist. Übelkeit, die durch Essen besser wird, ist ungewöhnlicher als ein Schnupfen, der beim Hinlegen schlimmer wird. Auch das Zusammentreffen mehrerer Symptome kann deutlicher gewertet werden. Wenn ich bei jedem Stuhlgang Kopfschmerzen bekomme, sollte dies bei der Mittelwahl berücksichtigt werden. Psychische Symptome sind in der Regel wichtiger als körperliche.
Die Wahl des richtigen homöopathischen Mittels gelingt am ehesten mit einem guten Ratgeber oder einem Buch über homöopathische Mittel. Dies alleine hilft aber meistens nicht. So ist auch eine allgemeine gute Kenntnis der Mittel notwendig.
In diesem Portal finden Sie ausführliche Beschreibungen aller wichtigen homöopathischen Mittel.
Wenn mir eine Patientin erzählt, sie habe schlimmen Durchfall und sei ganz ängstlich. Der Mann sei heute nicht zur Arbeit gegangen, weil sie nicht alleine sein wollte, dann verschreibe ich Arsenicum album, wenn sie noch berichtet, dass sie fröstelig ist.
Die Angst vor dem Alleinsein ist einfach so typisch für dieses Mittel. Erzählt mir aber eine Mutter, das Kind habe Durchfall, sei aber quietschfidel, hüpfe durch die Wohnung und würde am liebsten hinausgehen. Und berichtet sie weiterhin, dass der Stuhl fürchterlich nach verfaulten Eiern riecht, dann ist das ganz klar Sulfur. Der Geruch und die gute Laune sind zwei ganz deutliche Hinweise.
Wer sich selbst behandelt, sollte eine gut sortierte homöopathische Hausapotheke zu Hause haben. Diese wird man als Laie in eher tiefen Potenzen wie D12 oder C30 anlegen. Die D-Potenzen kann man häufiger geben, als die C-Potenzen. Eine Gabe sind in der Regel drei Kügelchen.
In einem akuten Fall gelten 3 Regeln
Wichtig ist natürlich zu beurteilen, ob sich die Symptome gebessert haben oder nicht. Besserung und Verschlechterung kann man natürlich an den akuten Symptomen oft deutlich sehen. Der Husten wird besser, die Nase wird frei, der Durchfall hört auf.
Eine Besserung kann auch auf psychischer Ebene zuerst stattfinden. So schläft das kranke Kind vielleicht endlich ein und fühlt sich danach schon viel besser. Oder der ungeduldige Patient, lehnt sich endlich geduldig zurück und trinkt seinen Tee, anstatt zu meckern. Der Allgemeinzustand ist ebenfalls wichtig. Wenn ein Patient immer noch viel Schnupfen hat, sich aber insgesamt nicht mehr so schlapp und zerschlagen fühlt, ist das eine gute Richtung.
Wichtig ist natürlich, bei anhaltenden oder schwerwiegenden Symptomen, zum Arzt zu gehen. Lieber einmal zu oft beim Arzt, als eine Lungenentzündung übersehen! Ansonsten wird der Erfolg besser, je intensiver Sie sich mit der Homöopathie und ihren Mitteln auseinandersetzen.

Verbinden Sie die Vorzüge der Schulmedizin mit den neueste Erkenntnissen der Alternativ-Medizin

Der Körper ist Ihr bester Freund – das Wertvollste, was Sie haben.Geistige Frische, ein freudiger,...

Ihr individuelles Trainingsprogramm für mehr Fitness, Gesundheit und Wohlbefinden