von experto.de Redaktion, veröffentlicht in Kinder
Studie: Das Konzept des Waldkindergartens fördert Kinder besser
Nach einer Studie des Dipl.-Pädagogen Peter Häfner an der Universität Heidelberg fördern Waldkindergärten die Entwicklung von Kindern im Bereich Unterrichtsmitarbeit, Sozialverhalten, Konzentration, Motivation und Musik in einem besonders starken Maße.
Die Kinder, die Waldkindergärten besuchten, wurden von ihren Lehrerinnen als fantasievoller, kreativer, hilfsbereiter und weniger aggressiv eingestuft. Allerdings schnitten Kinder aus Waldkindergärten im Bereich der Hand- und Fingerfertigkeit, im Schreibunterricht sowie beim Unterscheiden von Farben, Formen, Größen durchaus schlechter ab als ihre Altersgenossen. Am Anfang der Schulzeit haben sie außerdem oft Schwierigkeit, still zu sitzen.
Mangel an Spielzeug in Waldkindergärten fördert Kreativität
Die Ursachen für diese gute Bewertung der Schülergruppen ehemaliger Waldkindergärten sind zum einen in der besseren Betreuungssituation zu sehen. Im Durchschnitt werden in Waldkindergärten weniger Kinder von einer Erzieherin betreut. Außerdem sind die Kinder durch den Mangel an oder das vollständige Fehlen von Spielzeug in den Waldkindergärten gezwungen, selber kreativ zu werden.
Anzahl der Waldkindergärten steigt
Nach Aussagen von Peter Häfner steigt die Nachfrage nach Plätzen in Waldkindergärten. Der erste Waldkindergarten wurde 1993 in Flensburg eröffnet. Gut zehn Jahre später existieren bundesweit 350 Waldkindergärten.