von experto.de Redaktion, veröffentlicht in Kinder
Linkshänder gelten noch immer oft als benachteiligt
Linkshänder sind absolut gleichberechtigt
Es ist an der Zeit, endlich damit aufzuräumen und die Position der Linkshänder zu stärken! Mit diesen Tipps werden auch Sie die Eltern beim Gespräch gut beraten und entlasten.
Erklären Sie Eltern die Ursachen
„Woher kommt Linkshändigkeit und warum hat mein Kind das?", fragen vielleicht auch Eltern in Ihrer Einrichtung. Erklären Sie den Eltern, dass Linkshändigkeit einfach eine Laune der Natur ist, es ist kein Makel und keine Krankheit. Links- und Rechtshänder sind gleich geschickt, gleich intelligent und gleich schnell! Die Ursache für die Linkshändigkeit liegt im Gehirn: Die beiden Gehirnhälften sind durch einen Balken voller Nervenstränge miteinander verbunden und steuern so den Körper.
Die dominantere Gehirnhälfte ist verantwortlich für die Händigkeit eines Menschen. Da die Nervenstränge über Kreuz verlaufen, bedeutet das: Bei Rechtshändern ist die linke Gehirnhälfte dominanter, bei Linkshändern die rechte. Eine weitere Tatsache: Bei der Dominanz der Gehirnhälften, also der Frage der Händigkeit, spielt Vererbung eine große Rolle. Das heißt also: Linkshändigkeit liegt in der Familie.
Das sind die Tatsachen, nicht mehr und nicht weniger. Geben Sie diese Informationen an besorgte Eltern weiter. So können Sie ihnen ihre Ängste nehmen. Wenn Sie oder die Eltern zu dieser Thematik weiterführende aktuelle Informationen benötigen, bekommen Sie diese bei der 1. Deutschen Beratungsstelle für Linkshänder: Sendlinger Str. 17 in 80331 München, Tel. /Fax: 0 89 / 26 86 14 oder per E-Mail: info@lefthander-consulting.org. Die Homepage finden Sie unter http://www.linkshaenderberatung.de/.
Unsicherheiten in der Händigkeitsfrage
Viele Eltern sind sich unsicher, welche Händigkeit ihr Kind hat, da es die Hand häufig wechselt. Im Kleinkindalter ist dies auch noch ganz normal. Viele Kinder, egal ob später Links- oder Rechtshänder, tun dies zu Anfang immer wieder. Hier sollten die Eltern und Erzieherinnen das Kind auch gewähren lassen. Etwa im Alter von fünf Jahren sollte allerdings die Händigkeitsfrage geklärt sein, damit das Kind einen problemlosen Übergang in die Schule erlebt.
Kein Grund zur Umschulung!
Linkshändigkeit ist kein Grund, das Kind umschulen zu wollen. Raten Sie den Eltern eindringlichst davon ab! Denn ein Eingriff in die Händigkeit des Kindes bedeutet zugleich einen indirekten Eingriff ins Gehirn: Wenn ein linkshändiges Kind gezwungen wird, immer wieder die rechte Hand zu benutzen, wird die dominantere Gehirnhälfte unterfordert, die schwächere Hälfte dagegen ständig überfordert. Umgeschulte Linkshänder brauchen schätzungsweise 1/3 mehr Energie für alle Tätigkeiten. Die eigentlichen Stärken der dominanten Gehirnhälfte werden nach einer Umschulung nämlich nicht mehr genutzt.
Sollten Sie und die Eltern festgestellt haben, dass ein Kind tatsächlich linkshändig ist, gilt es, wichtige Dinge zu beachten:
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Gast
01. April 2009, 21:49, im Forum Kinder
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