von experto.de Redaktion, veröffentlicht in Kinder
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Der Ofenbau
Ein in die Erde gegrabenes Loch dient als Stampfgrube für die Verarbeitung des Lehms. Dazu wird das Stroh in kleine Stücke gerissen und mit viel Wasser zum Lehm gegeben. Dann dürfen alle Kinder mitstampfen. Prüfen Sie hin und wieder, ob das Gemisch schon die richtige Konsistenz hat: Dazu formen Sie eine Kugel und lassen diese aus Augenhöhe fallen. Wenn die Kugel platt ist und keine Risse zeigt, benötigt das Gemisch etwas Sand, da es zu fett ist. Hat sie zu viele Risse und fällt auseinander, ist die Mischung zu trocken. Finden Sie gemeinsam mit den Kindern das richtige Mischverhältnis.
Beginnen Sie mit den Hohlblockziegeln einen Halbkreis zu legen und verfugen Sie die Ziegel mit dem Lehm-Stroh-Gemisch. Haben Sie die gewünschte Höhe erreicht, stecken Sie rundherum in die Öffnungen der Ziegel die Weidenruten. Diese werden anschließend oben mit einem Draht zusammengebunden. Dann wird die obere Seite der Ziegel abschließend verfugt und mit der Schamottesteinplatte, es geht auch mit Bruchstücken, belegt. Diese dient sozusagen als „integriertes Backblech" für Ihren Ofen.
Zum Verfugen der Ruten formen Sie handtellergroße Fladen. Diese werden um das Geflecht herum befestigt, sodass eine ca. 7 bis 10 cm dicke Wand entsteht. Die Öffnung für den Kamin muss dabei ausgespart werden. Zudem sollte die Wanddicke nach oben hin abnehmen. Auf die gleiche Weise wird der Kamin verfugt.
Trockenheizen und erste Versuche
Nun muss der Ofen getrocknet werden: Dazu beginnt man mit einem kleinen Feuer und vergrößert es über mehrere Tage durch immer mehr Auflegen von Holz. Ist der Innenraum rötlich und die Außenwand hell gefärbt und "schwitzt" der Lehm nicht mehr, ist der Ofen fertig. Risse, die während des Trocknens auftreten, werden mit Lehm verfugt.
Zum Backen wird der Lehmbackofen eine Stunde mit trockenem Holz vorgeheizt. Anschließend wird die Glut mit einer kleinen Eisenschaufel entfernt. Jetzt kann das 1. Backgut auf die zuvor etwas gereinigte Schamotteplatte in den Ofen geschoben werden. Experimentieren Sie bei Brot zuerst mit kleinen Fladen. Pizza gelingt auf Anhieb leichter. Damit die Temperatur nicht zu sehr abfällt, bedecken Sie den Kamin und verschließen Sie die Öffnung des Ofens.
Pflege des Ofens
Regen und Frost sind schädlich. Zum Schutz bedecken Sie den Ofen nach Gebrauch mit einer Plane. Nach einer längeren Nutzungspause müssen Sie zudem den Lehmbackofen zuerst wieder trocken heizen. Doch dieses Experimentieren und hautnahe Erleben des Feuers werden Ihre Kinder sicherlich begeistert begleiten.
Praxis-Tipp
Weitere nützliche Tipps zum Bau eines Lehmbackofens finden Sie in der Broschüre „Ein Garten für Kinder", die Sie unter http://www.bund-sh.de/ bestellen können.
Materialliste für Ihren Lehmbackofen:
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