von Adelheid Fangrath, veröffentlicht in Kinder
Der richtige Zeitpunkt für den ersten Brei
Ab dem 5. Monat können Sie beginnen, Beikost anzubieten. Während das Baby vorher nur nuckeln konnte, kann es jetzt kauen und schlucken lernen. Spätestens ab dem 6. Monat reicht der Kalorien- und Eisengehalt der Milch nicht mehr aus, um den Nährstoffbedarf des Babys zu decken.
Sie finden den richtigen Zeitpunkt zum Zufüttern, wenn Sie Ihr Baby beobachten: Es zeigt Interesse für Ihr Essen. Es steckt sich alles in den Mund und kaut darauf herum. Vielleicht bilden sich schon die ersten Zähnchen? Es wirkt nach der Milchmahlzeit unzufrieden?
Schritt für Schritt zum ersten Brei
Beginnen Sie langsam, Ihr Baby an die zusätzliche Nahrung zu gewöhnen. Zunächst sollte eine Milchmahlzeit mit Beikost ergänzt werden. Dafür bietet sich die Mittagsmahlzeit an. Geben Sie dem Baby zunächst etwas Milch zu trinken, damit es nicht ausgehungert und ungeduldig wird. Dann starten Sie mit ein bis zwei Löffeln Brei.
Nach und nach wird das Baby immer mehr Brei essen und die Milchmahlzeit verdrängen. Wenn Sie stillen, sollten Sie pro Monat nur eine Mahlzeit ersetzen. So kann sich die Brust langsam zurückbilden.
Erste Versuche
Für das Baby ist es eine Umstellung von dem Saug-Schluck-Reflex auf die Kau-Schluck-Bewegung. Sie versuchen erst an dem Löffel zu nuckeln und der erste Brei bewegt sich eher aus dem Mund als hinein. Bleiben Sie geduldig und probieren Sie es immer wieder. Wenn es gar nicht klappt, einfach einige Tage verstreichen lassen und neu probieren. Hier einige Tipps:
Der Gemüse-Fleisch-Brei
Um den Eisen- und Nährstoffbedarf der Babys abzudecken, sollte die Mittagsmahlzeit durch einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei ersetzt werden. Eine rein vegetarische Ernährung ist für Babys problematisch. Unter den Gemüsebrei wird mageres, gekochtes und püriertes Fleisch gemischt. Außerdem gehört auch etwas Fett in den Brei. Ein hochwertiges Rapsöl ist leicht verdaulich und liefert fettlösliche Vitamine. Salz belastet die Nieren und gehört wie Gewürze nicht in Babynahrung.
Fertig oder selbst gemacht
Die Fertignahrung aus Fläschchen wird in Deutschland streng kontrolliert. Sie gehört zu den diätischen Lebensmitteln und ist nicht nur hygienisch einwandfrei sondern auch nitrat- und schadstoffarm. Allerdings hat sie oft zu viele unnötige Zutaten. Da das Baby zuerst nur kleine Mengen isst, sind Fläschchen praktisch, vor allem auf Reisen. Die Fläschchen werden im Wasserbad oder der Mikrowelle erhitzt.
Wer den Brei selber kochen möchte, sollte ausschließlich Bioware verwenden. Die Beikost können Sie in größeren Mengen kochen und im Eiswürfelbereiter einfrieren. Die kleinen praktischen Portionen in den Gefrierbeutel umfüllen. Ob selbst gekocht oder fertig gekauft: Kinderbreie bitte nur einmal aufwärmen! Wer die Zeit hat, sollte ruhig öfter selber kochen. Das macht Spaß, ist nicht viel Arbeit und die Breie schmecken einfach viel besser. Und sie enthalten garantiert keine versteckten Zuckerzusätze.
Milch-Getreide-Brei
Die zweite Milchmahlzeit wird durch den Milch-Getreide-Brei ersetzt. Sie versorgt Ihr Baby mit Ballaststoffen, Vitaminen und leicht verdaulichen Kohlehydraten. Da diese Mahlzeit sättigt, wird sie gerne abends gereicht. Die Getreideflocken werden mit pasteurisierter Milch oder Biomilch mit 3,5 Prozent Fettgehalt vermischt.
Als dritte Mahlzeit wird der Milch-Getreide-Brei mit Obstpüree oder –saft zubereitet.
Trinken
Im Gegensatz zu der Stillzeit müssen Sie jetzt auch auf die Flüssigkeitszufuhr Ihres Babys achten. Optimal sind Kindertees wie Fencheltee. Bei fertig gekauften Tees achten Sie bitte darauf, dass sie keine versteckten Zuckerzusätze enthalten.
|
|
|
|
| Gesundheit & Erziehung für mein Kind | Praxisgestaltung in Kindergarten & Hort | Lernen und Fördern mit Spaß! |
Keine Kommentare vorhanden
Jetzt kommentieren oder fragen
Bitte loggen Sie sich ein, um zu kommentieren oder Fragen zu stellen.
Sind sie neu hier? Dann registrieren Sie sich jetzt kostenlos.