von Weiora De Sirow, veröffentlicht in Kinder
Die Situation der Eltern
Solche Erfahrungen machen die meisten Eltern in der Ergotherapie.
Nutzen und Grenzen der Ergotherapie
Die heutige Form der Therapie hat sich erst in den letzten Jahrzehnten auf diese Weise aus einer Therapie für Behinderte entwickelt, weil sich zeigte dass auch Entwicklungsverzögerungen gleich welcher Art mit diesem Ansatz zu therapieren sind.
Es beginnt alles mit einem gründlichen Test des Kindes durch den Ergotherapeuten, der daraus seinen Trainingsplan ableitet. Es können wie oben beschrieben, Kinder mit psychischen und (fein-) motorischen Störungen sein oder Kinder mit Rheuma, denen jede Bewegung schmerzt. Die Störungen können sich als Gleichgewichtsprobleme zeigen – diese Kinder können keine Balance halten, nicht auf einem Bein stehen. Andere können nicht basteln oder malen, wieder andere schlecht gehen oder Fahrrad fahren. Zeichnungen solcher Kinder zeigen beispielsweise deutlich die feinmotorischen Defizite.
Individuelle Trainingseinheiten
Aufgrund der Vielfalt der Syndrome kann die Ergotherapie nur in einem Bündel an Maßnahmen bestehen, die im jeweiligen Fall anzupassen sind. So wird für jedes Kind eine spezielle Trainingseinheit (45 Minuten pro Woche) entworfen, die genau die Defizite im Focus hat, die Ihr Kind aufweist.
Auch die Kleidung des Ergotherapeuten ist sportlich, um dem Kind beim Training die Weiße-Kittel-Angst zu ersparen. Bei den Übungen selbst werden Sie nicht dabei sein, erhalten aber eine Anleitung, um die Übungen zu Hause fortsetzen zu können.
Kinder mit Feinmotorik-Defiziten üben unter Anleitung des Therapeuten handwerkliche Arbeiten (malen, basteln), die gleichzeitig Ausdauer und Konzentration schult. Gymnastische Übungen unterstützen Bewegungsprobleme. Sensorische Integrationsaufgaben (Ballspielen, Ballmassage) schulen die Sinne.
Neues Verständnis
Mit der Ergotherapie entsteht neues Verständnis für die Schwächen und ein Neuanfang für das Zusammenleben zwischen Eltern und Kind. Zuerst müssen Sie vieles ändern. Mit neuem Wissen über die Schwächen des Kindes sollten Sie dazu befähigt werden, Geduld gegenüber dem Kind aufzubringen und sich selbst zu disziplinieren.
Das heißt für Sie, Ihre Ungeduld abzustellen und jeden kleinsten Erfolg Ihres Kindes mit Lob zu würdigen. Lob, Lob, Lob – auch wenn er anfangs an den Haaren herbeigezogen ist – wirkt Wunder und ist das einzige Hilfsmittel bei diesen Schwierigkeiten.
Grenzen der Ergotherapie
Manchmal war der Druck der Eltern untereinander oder die familiäre Unruhe und der Mangel an Zeit und Zuwendung der eigentliche Hintergrund, das ein Kind in der Entwicklung zurückbleibt. Für solche Kinder ist nicht die Ergotherapie der Schlüssel zum Erfolg, sondern die Umsetzung ganz normaler Erziehungsaufgaben.
Für die Zeit nach der Therapie sollte ebenfalls vorgesorgt sein, damit die Familien nicht erneut in die alten Gleise und Schwierigkeiten geraten. Dazu sollten einige Regeln beherzigt werden:
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