von experto.de Redaktion, veröffentlicht in Sozial- und Bildungsmanagement
Was bedeutet Religion für den Frieden in der Welt?
Die Religionssoziologie beschäftigt sich unter anderem mit den gesellschaftlichen Entwicklungsbedingungen religiöser Gruppen. Außerdem versucht sie, mögliche Einflussnahme auf die soziale Wirklichkeit durch den religiösen Bereich zu erkennen.
Dabei beschäftigt sie sich zum Beispiel mit folgenden Fragen:
Zur Beantwortung dieser Fragen, muss erst eine Definition von Religion erfolgen. Diese ist jedoch, durch die Fülle entsprechender Literatur und Ansätze, schwierig.
Emil Durkheim und die immanenten Faktoren der Religion
Emil Durkheim versucht, Religion in ihrer einfachsten Form zu beschreiben (1). Ausgangspunkt seiner Beschreibung ist der Gedanke, dass Religionsformen, wie sie sich in ihrer Vielfalt darstellen, gewisse immanente Faktoren aufweisen, welche als Grundlage für die Beschreibung der Religion als Weltphänomen dienen können.
So schreibt er: "Da alle Religionen vergleichbar sind, da sie alle Abarten einer und derselben Gattung sind, gibt es notwendigerweise wesentliche Elemente, die ihnen allen gemeinsam sind."(2). Durkheim vermutet eine, sich durch beobachtbare Parallelen veranschaulichende "tiefer liegende" Ähnlichkeit der Religionen. Für diesen Begriff "Religionen" sollte der Begriff der "Religionsformen" benutzt werden, da sonst der Begriff Religion doppelte Bedeutung hätte:
Grundvorstellungen und ihre universelle Bedeutung Durkheim nimmt an, "dass innerhalb der Religionsformen einige Grundvorstellungen und rituelle Haltungen existieren, welche die Glaubenssysteme und -kulte bestimmen und dabei „überall die gleiche objektive Bedeutung haben und überall die gleiche Funktion erfüllen"(3).
Diese Grundelemente bilden nach Durkheim den "objektiven Inhalt der Idee"(4), die als Religion bezeichnet wird. Die Bedeutung der Religion sowie ihre Funktion werden damit von Durkheim als eigentliche Fragestellung zur Religionsbetrachtung herauskristallisiert.
(1) In Durkheim E.: Die elementaren Formen des religiösen Lebens, Frankfurt/M. 1981, (2) Dürkheim S. 21, (3) Dürkheim S. 22, (4) Dürkheim S. 22
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