von Fred Schübbe, veröffentlicht in Arbeit & Beruf
Der Wunsch nach mehr Gehalt ist oft der Grund, sich mit dem möglichen Wechsel des Arbeitsplatzes und der Suche nach einem neuen Job zu beschäftigen. Hat man die ersten Hürden des Bewerbungsprozesses genommen, kommt früher oder später die Frage nach der Gehaltsvorstellung. Viele Bewerber sind dann überfordert und verkaufen sich entweder zu teuer oder zu billig. Beides führt nicht zum Erfolg.
Der Eine schießt sich mit einer überhöhten Forderung vorzeitig aus dem Rennen, der andere wird nach kurzer Zeit unzufrieden sein und sich unterbezahlt fühlen. Eine realistische Einschätzung des eigenen Marktwertes und die Fähigkeit, seinen Gehaltswunsch vortragen und vertreten zu können, gehört also zwingend zu einer erfolgreichen Bewerbungsstrategie.
Wird in einer Stellenanzeige darum gebeten, einen Gehaltswunsch anzugeben, kann man allgemeine Formulierungen wählen, die im weiteren Bewerbungsverfahren alle Möglichkeiten offen lassen. Beispiel: "Über meine Gehaltsvorstellungen würde ich mich gern im persönlichen Gespräch mit Ihnen austauschen, da ich zunächst noch mehr über die Anforderungen und auch über Ihr Vergütungssystem erfahren möchte."
Erkundigen Sie sich außerdem, ob das Unternehmen tarifgebunden ist. Dann können Sie über den geltenden Tarifvertrag relativ genau eine mögliche Gehaltseinstufung erfahren. Dies funktioniert natürlich nicht bei Managementpositionen, die außertariflich vergütet werden.
Aus der Beantwortung dieser Fragen ergibt sich zunächst keine Betragsgrenze. In Verbindung mit Ihrem jetzigen Gehalt können Sie aber durch diese oder ähnliche Fragen ableiten, unter welchen Umständen Sie guten Gewissens ein neues Jobangebot annehmen können.
Lesen Sie hier, wie Sie mit Ihrer Bewerbung in die Offensive gehen!
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