Innovation: So bringen die Besten Neues in die Welt
Der Wettbewerbsdruck wird weiter steigen. Denn: Viele Unternehmer am Markt haben umgeschaltet. Arbeiteten sie in der Vergangenheit überwiegend an der Bottom Line (Kosten, Reorganisation), wenden sie sich jetzt wieder der Top Line zu. Sie starten Projekte zur Steigerung von Wachstum und Rendite. Eine Untersuchung von IBM stützt diese These: 80 Prozent der Geschäftsführungen bekunden, dass Expansion künftig wieder den ersten Platz auf der Agenda hat. Kostensenkung wurde auf Rang 2 verdrängt.
Avantgarde-Unternehmen, die mit einer Neuheiten- Strategie den Sprung nach vorn machen, bauen hier eine neue Kernkompetenz auf: Sie übergewichten Innovation innerhalb ihrer Aktivitäten. Die 10 besten Unternehmen aus einer Studie von Compamedia zeigen, wie zukünftig der Weg zur erfolgreichen Innovation führt:
Die Besten verwenden überraschend viel Zeit für ein einziges Thema – Innovation. 59 Prozent der Zeit in der Geschäftsführung setzen sie für diese Disziplin ein. Bei den restlichen der 167 untersuchten Unternehmen waren es nur 24 Prozent.
Innovationsführer schalten das Neinsager-Syndrom aus. Sie haben gelernt: Viele Neuerungen scheitern an den internen Hindernissen, an Bedenkenträgern. Als Gegenmittel gibt es den internen Venture Capital Markt. Der funktioniert so: Neue Ideen, die dem Geschäft helfen, werden ohne viele Fragen mit Geld ausgestattet. So kommen Projekte auf den Weg, die andernfalls scheitern würden.
Unternehmensstrategie So navigieren Sie Ihr Unternehmen sicher durch turbulente Zeiten!
Überdies bedienen sich die Innovationsführer auch bekannter, konventioneller Instrumente. Die nutzen diese allerdings sehr intensiv: Die 10 besten Unternehmen aus der Compamedia-Studie sind Extrem-Konsumenten von Weiterbildung. Sie schicken ihre Führungskräfte bis zu 33 Tage (!) im Jahr auf Kurse, Seminare und Konferenzen.
Dahinter steckt eine interessante Einsicht: Externes Wissen muss mit hoher Taktfrequenz gewonnen werden. Deshalb die Mobilität beim Wissenserwerb. Auch Verbesserungsvorschläge, eigentlich nichts Neues, haben einen hohen Rang: Die Besten verstehen es, ihre Mitarbeiter in die Innovationsstrategie mit einzubeziehen. Hier machen 97 Prozent der Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge – in Vergleichsunternehmen sind es nur 30 Prozent.
"Trendletter"-Einschätzung: Die genannten Themen sind eine strenge Nebenbedingung für Innovation. Dazu muss die Vernetzung nach außen kommen – Tüfteln erfolgt künftig nicht mehr im luftleeren Raum, sondern gemeinsam mit externen Partnern, etwa Kunden, Lieferanten und Hochschulen. Das verkürzt die Zeit bis zur Marktreife erheblich. Bei Valeo Schalter und Sensoren, einem Auto Zulieferer (1.600 Mitarbeiter), hat der "Trendletter" diese empfehlenswerte Praxis beobachtet: 3 Jahre vor Markteinführung präsentiert Valeo seinen Großkunden die Prototypen neuer Produkte zum Testen. Rückmeldungen werden in die Weiterentwicklung eingebaut.