von experto.de Redaktion, veröffentlicht in Trends
Outsourcing nach China? Der Bonus schwindet!
Outsourcing: China oder lieber woanders?
Der Anstieg der Kosten macht den Standort China unattraktiv für Outsourcing der Fertigung von Produkten, die einen großen Anteil von Handarbeit, niedrige Warenwerte und hohe Stückzahlen aufweisen. Dazu gehören Möbel, Lampen, Spielzeug, Kleidung und Schuhe. Die Regierung will die arbeitsintensive Niedriglohnproduktion eindämmen. Extrem-Niedriglöhne sind schon seit dem Arbeitsvertragsgesetz von 2008 verboten: Tarifverträge sind verpflichtend, Zeitverträge müssen in unbefristete Verträge umgewandelt werden.
Für Outsourcing und Beschaffung sollten Sie also nicht mehr nur China in Betracht ziehen, sondern auch heimische Standorte und das nahe Ausland. Niedrig sind die Produktionskosten weiterhin in Indien, Vietnam, Bangladesch und Indonesien. Allerdings sind dort Infrastruktur und Zulieferernetz noch nicht so ausgereift wie in China.
Nicht nur der steigende Dollarkurs, sondern auch eine mögliche Aufwertung der Landeswährung machen China zu einem immer teuereren Standort. Outsourcing dorthin lohnt sich nur noch bei Produkten mit Warenwerten im mittleren oder höheren Bereich und ausreichnenden Margen. Rechnen Sie vor dem Outsourcing nach China sehr vorsichtig durch - und rechnen Sie mit Überraschungen.
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Gast
06. Juli 2010, 08:26, im Forum Trends
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