von experto.de Redaktion, veröffentlicht in Unternehmen
Mit den "Millennials" betritt eine neue Arbeitskräfte-Generation den Arbeitsmarkt
Hier 3 Unternehmensbeispiele, die vom Wall Street Journal zu den „Top Small Workplaces 2007" gekürt wurden – und die sich den Trends der Arbeits-Kultur erfolgreich gestellt haben:
1. Ende der Handlanger-Kultur
In vielen PR-Agenturen ist es die Regel, dass sich nur die erfahrenen Senior-Berater um die großen Kunden kümmern. Bei Corporate Ink Public Relations wird ausdrücklich darauf Wert gelegt, dass dies auch die jungen Mitarbeiter, unabhängig von Titel und Erfahrung, früh und eigenständig machen.
Um bei den Mitarbeitern eine Art Unternehmer-Gefühl zu wecken und ihr Verantwortungsbewusstsein zu stärken, nimmt außerdem jeder aktiv an den Strategie-Meetings teil. Auch große Projekte und bekannte Kunden werden nicht selten von einem Jung-Berater betreut. Der Umsatz lag 2006 bei 1,5 Mio. US-Dollar (http://www.corporateink.com/).
2. Lokales Kundenmanagement steigert den Gewinn
Die Consultants der Unternehmensberatung Point B Solutions Group müssen keine Klienten betreuen, die außerhalb der Stadt angesiedelt sind, in der sie wohnen. In einer Branche, in der ein 16-Stunden-Arbeitstag und ständiges Reisen zum Business-Alltag gehören, ist Point B damit eine Ausnahmeerscheinung.
Wenn die Consultants einmal nicht bei Kunden unterwegs sind, dürfen sie flexibel vom Homeoffice aus arbeiten. 6- bis 10-mal im Jahr finden die Team-Sitzungen in einem Restaurant statt. Die Zahl der Mitarbeiter ist seit 2004 um das Doppelte gestiegen, der Umsatz lag 2006 bei 60 Mio. US-Dollar (http://www.pointb.com).
3. Job-Rotation als Weiterbildungs-Tool
Auch der Reiseveranstalter Alaska Wildland Adventures bietet seinen Mitarbeitern ein besonderes Arbeitsumfeld. Sie dürfen ihre Karriereleiter selbst planen und auswählen, in welchem Unternehmensbereich sie eingesetzt werden möchten.
Durch diese Job-Rotation hat jeder die Möglichkeit, Einblicke in bisher unbekannte Tätigkeiten und Arbeitsfelder zu bekommen und sich auf selbstständige Weise weiterzuqualifizieren. Umsatz 2006: 4,2 Mio. US-Dollar (http://www.alaskawildland.com/).
Trends: Der Arbeitsplatz als Wohlfühlort
Leben und arbeiten bei Google. Auch das US-Unternehmen Google steht für die neue Arbeitskultur. Der kalifornische Hauptsitz „Googleplex" besteht aus mehreren kleinen Gebäuden, die mit viel natürlichem Licht beleuchtet und großzügigen Grünflächen ausgestattet sind. Um den Google-Mitarbeitern das Leben auf der Arbeit so angenehm wie möglich zu machen, gibt es eine Reihe von Angeboten, mit denen gerade die Zeit raubenden Alltagsaufgaben ohne Probleme während der Arbeitszeit erledigt werden können: Im Wäscheraum kann Wäsche gewaschen und getrocknet werden, firmeneigene Ärzte und Masseure kümmern sich um körperliche Beschwerden.
Für sportliche Entspannung sorgen das Schwimmbad, ein Volleyballfeld, Fitnessstudios und Billardtische. Im „Google-Wunderland" können die erwachsenen Mitarbeiter zur Abwechslung spielen oder Musik hören. Die Mahlzeiten in den Cafes, die auch als Arbeitsort genutzt werden, sind kostenlos (http://www.google.com/).
Prognose für die Zukunft
Für die Millennials wird die Grenze zwischen Arbeitswelt und Privatleben zunehmend durchlässiger. Andererseits wird die Organisation des Arbeitslebens immer komplizierter. Zukunftsfähige Unternehmen erkennen, dass Service und Empowerment den Wettbewerb um die Besten in den nächsten Jahren prägen werden.
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