von Herbert Heinzel, veröffentlicht in Unternehmen
Verschwendung aus Sicht des Kunden
Wir haben im 4. Teil dieser Artikelserie schon über Verschwendung nach der Kaizen-Philosophie gesprochen. Sie alle kennen aus eigener Erfahrung in Ihrem Unternehmen klassische Beispiele für solche Verschwendung von betrieblichen Ressourcen:
Lagerbestände, Abfall, Ausschuss, Produktmängel im Feld (beim Kunden), aber auch Intransparenz in Prozessen, unklare Absprachen oder Zielvereinbarungen mit Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern sind hier zu nennen. Auch Funktionen oder Komponenten in Produkten, die die Kunden nicht nutzen wollen oder können fallen unter den Begriff der Verschwendung.
Kurz gesagt, Ihr Kunde will diese Kosten nicht übernehmen und dafür einen Preis(-Anteil) bezahlen.
Arten der Verschwendung
Nach der Kaizen Philosophie richtet Muda den größten Schaden an, angelehnt an die Samurai Überlieferung spielt die Zahl 7 eine bedeutende Rolle. (Samurai bezeichnet Mitglieder des Kriegerstandes im vorindustriellen Japan und bedeutet Dienender).
Wir kennen 7 Arten der Verschwendung
Mura bezeichnet Verluste durch fehlerhafte Kapazitätsabstimmung. Muri definiert Fehler, die durch Überbelastung von Mitarbeitern entstehen.
Reduzierung von Verschwendung nach Kaizen
Ziel ist es, die Ursachen für Verschwendung, also nicht wertschöpfende, unproduktive Prozesse und Tätigkeiten, zu lokalisieren und nachhaltig zu beseitigen. Es entsteht Motivation und Kreativität bei den Mitarbeitern, die wiederum Effektivität und Effizienz im Unternehmen steigern kann. Die Unternehmensziele werden leichter und besser erreicht; Durchlaufzeiten, Kosten und Qualität von Produkten und Dienstleistungen werden dauerhaft optimiert.
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