von Michael Konetzny, veröffentlicht in Controlling
Das Activity-Based Costing entstand in den USA. Um die Verrechnung der indirekten Fertigungskosten auf die Kostenträger zu verbessern entstand dort unter der Bezeichnung Activity-Based Costing ein System der Kosten- und Leistungsrechnung, dass die Gemeinkosten über in Anspruch genommenen Aktivitäten verrechnet.
Activity-Based Costing vs. Prozesskostenrechnung
In Deutschland führten ganz andere Probleme zur Entwicklung der Prozesskostenrechnung. Hierzulande war der enorme Anstieg der indirekten Gemeinkosten dafür ausschlaggebend, dass die bisher eingesetzten Verfahren der Kostenrechnung keine zufrieden stellenden Ergebnisse mehr liefern konnten.
Während das Activity-Based Costing auf den Fertigungsbereich zugeschnitten ist, konzentriert sich die Prozesskostenrechnung vor allem auf den indirekten Gemeinkostenbereich.
Merkmale des Activity-Based Costing
Das Activity-Based Costing beginnt - ähnlich wie die Prozesskostenrechnung - mit einer Analyse der im Unternehmen vorkommenden Tätigkeiten.
Beim Activity-Based Costing werden unter Einsatz von Schlüsselgrößen für alle Prozesse sogenannte Kostenpools gebildet.
Kostenpools beim Activity-Based Costing
Mithilfe von Prozessgrößen werden die gebildeten Kostenpools im Rahmen der Prozesskostenkalkulation auf einzelne Produkte verrechnet. Dabei werden beim Activity-Based Costing den Kostenträgern bis auf die Leerkosten und die F&E-Kosten alle Periodenkosten angelastet.
Die Prozesskalkulation des Activity-Based Costing basiert auf eine Prozesshierarchie mit vier Ebenen:
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