von Britta Kanacher, veröffentlicht in Interkulturelle Kommunikation
Gerade bei Spielern ausländischer Herkunft kommt es oft vor, dass sie die Nationalhymne nicht mitsingen.
Wenn eine WM oder eine EM stattfindet, werden Sie kaum jemanden finden, der nicht über Fußball redet. Beleuchten Sie doch einmal einen ganz anderen Aspekt: Die Integration der Nationalspieler mit ausländischen Wurzeln. Hat es z. B. etwas zu bedeuten, wenn die Spieler die Nationalhymne mitsingen?
Der Deutsche Fußballbund (DFB) wirbt mit einem Film für das Gelingen der Integration. Die zentrale Frage des Webespots heißt: Was verbindet alle diese Menschen? Die Antwort: Ihre Kinder spielen in der Nationalmannschaft! Doch dieses harmonische Bild wird für manchen getrübt, wenn vor dem Fußballspiel auffällt, dass die Spieler mit Zuwanderungsgeschichte die Nationalhymne nicht mitsingen.
Immer wieder taucht beim gemeinschaftlichen Anschauen von Spielen der Nationalmannschaft die Frage auf, warum nicht alle Spieler bei der Nationalhymne mitsingen. Manchmal entsteht hieraus eine Diskussion, welche letztlich die Frage aufwirft, ob alle Spieler die Nationalhymne mitsingen sollten.
Diese Argumente können Ihnen im Smalltalk über Fußball helfen:
Die Fußballspieler sind für viele junge Menschen, ob sie nun Zuwanderungsgeschichte haben oder nicht, Identifikationsfiguren. Als solche Identifikationsfiguren könnten die Spieler als Vorbilder vorleben:
Hierdurch würden sie auch dem Werbespot des DFB gerecht werden und die Integrationsbemühungen unterstützen.
Dann können Sie mit folgenden Argumenten punkten:
Das Singen der Deutschen Nationalhymne ist eine "Herzensangelegenheit". Menschen singen ihre Nationalhymne, weil sie sich damit identifizieren. Man kann niemanden dazu zwingen, sich mit der eigenen Staatsbürgerschaft so zu identifizieren, dass er oder sie auch die Nationalhymne singt!
Vielleicht treffen Sie in Ihrem Smalltalk auf Personen, die die Position vertreten, dass die Spieler, die die Nationalhymne nicht mitsingen, sich nicht in Deutschland integrieren wollen. Vielleicht denken sie sogar darüber nach, ob diese Spieler überhaupt in der Nationalmannschaft spielen sollten. Vielleicht bringt Ihr Gesprächsgegenüber Argumente in folgender Form:
Betonen Sie an dieser Stelle, dass die Personen, um die es hier geht, ja keine Ausländer sind, sondern Menschen mit deutschem Pass, also Deutsche!

Nutzen Sie alle Steuervorteile als Freiberufler und Kleinunternehmer: Verschenken Sie keinen Cent...

simplify Wissen – Deutschlands einzigartiger Wissensbrief: Schnell lesen – einfach verstehen

Unsere Experten für Sporttherapie haben in dem Buch "Core-Stabilität – Für eine erfolgreiche...