von Gerhard Breitkreuz, veröffentlicht in Personalentwicklung
Ist Alter ein Lernhindernis? Dieser Frage waren wir in den ersten beiden Folgen der Serie "Potentiale des Alterns" nachgegangen und hatten auf die bemerkenswerten Möglichkeiten der Steigerung der funktionellen Kapazität des menschlichen Leistungsvermögens aufmerksam gemacht. In der heutigen Folge richtet sich der Focus auf organisatorische Bedingungen, die bei einer altersübergreifenden Qualifizierung und Personalentwicklung beachtet werden sollten.
Aus langjährigen Erfahrungen mit alternsbezogenen Qualifizierungen lassen sich meines Erachtens fünf Bedingungen besonders herausstellen:
Zu 2: Weiterbildungslandschaft für Ältere
Von vielen Weiterbildungskonzepten im Ausland kann man lernen. Von den Finnen können wir von dem Umgang mit dem Haus der Arbeitsfähigkeit (vgl. Artikel "Wieso Wai?"). Von den Dänen können wir lernen, wie die Teilnahmequoten an der Personalentwicklung und Weiterbildung erhöht werden.
Zu 3: Kompetenzaktivierung erfahrener Mitarbeiter
Erfahrene Mitarbeiter sind kein leeres Blatt. Didaktische Konzepte müssen an das Erfahrungspotential älterer Mitarbeiter anknüpfen. Altersgemischte Lerngruppen sind in vielfältiger Form als Lern- oder Projektgruppen zu implementieren.
Zu 4: Lernerfordernisse in Einklang
Das intergenerationelle Lernen in Unternehmen ist eine Baustein, aber die Attraktivität für Lernen nimmt auch zu, wenn vertikale oder horizontale Karriereoptionen in dem Betrieb bestehen. Lernen sollte möglichst stark im Einklang zwischen den individuellen Lernbedürfnissen der Arbeitnehmer und den betrieblichen Lernanforderungen stehen.
Zu 5: Kontinuität wahren
In der Vergangenheit gab es häufig zu wenige Projektansätze in den Unternehmen, die auf dauerhafte Stabilität gesetzt haben. Auch in Krisenzeiten sollten bewährte Ansätze beibehalten werden, damit auch eine dauerhafte Identifikation mit diesen neuen didaktischen Konzepten erfolgen kann.
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Mein Name ist Dr. Gerhard Breitkreuz. Ich bin Ihr Experte für Personalentwicklung.