von Britta Kanacher, veröffentlicht in Personal
Interkulturelle Kompetenz für bessere Schulabschlüsse
Dabei richtet sich das Angebot nach eigenen Angaben des Vereins an drei Zielgruppen:
Die Kurse, die bereits seit 1993 stattfinden, werden zu 50% von Teilnehmerinnen aus der 1ten Gruppe, zu 35% von Teilnehmerinnen aus der zweiten und zu 15% von Teilnehmerinnen aus der 3ten Gruppe besucht. Jungen Müttern gewährleistet die Möglichkeit der Kinderbetreuung die Teilnehme an den Kursen.
Der Verein bietet den Teilnehmerinnen die Möglichkeit, innerhalb eines Jahres den Haupt- oder Realschulabschluss nachzuholen. Wer erst den Haupt- und dann den Realschulabschluss machen möchte, kann dies in zwei Jahren bewältigen.
Interkulturelle Kompetenz als Erfolgskonzept
Der große Erfolg des Vereins – 85% der Teilnehmerinnen wurden im Anschluss an den Hauptschulabschluss in weitere schulische oder berufliche Ausbildung vermittelt oder nahmen eine Beschäftigung auf - führte zu seinem stetigen Wachstum.
Zufriedene Kundinnen führten dazu, dass seit 1996, dem Gründungsjahr des Vereins mit 30 Fördermitgliedern, der Verein immer größere Räumlichkeiten anmieten konnte und heute auf 700qm arbeitet. Dabei bietet der Verein über die zu erwerbenden Schulabschlüsse hinaus auch Deutsch- und Arabischkurse, Korankurse, aber auch Computer- und Internetkurse sowie Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote an.
Interkulturelle Kompetenz als Schlüsselqualifikation
Das Zentrum schließt mit seinen Angeboten eine Lücke zwischen den Bedürfnissen muslimischer Mädchen und Frauen und den Gegebenheiten der deutschen Gesellschaft. Als Schutzraum bietet der Verein muslimischen Mädchen und Frauen die Möglichkeit, gezielter Bildung und damit letztlich auch die Möglichkeit der Integration in die deutsche Gesellschaft als gläubige Muslima.
Dabei möchte der Verein diese Frauen und Mädchen "darin unterstützen, eine eigene Persönlichkeit aufzubauen, die dialogfähig ist. Sie sollen selbstbewusst gegen Diskriminierung, sowohl von gesellschaftlicher als auch von innerfamiliärer Seite angehen und so ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft führen können."
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