von Karl-Heinz List, veröffentlicht in Personal
Stellen Sie im Einstellungsinterview auch Fragen, mit denen Sie etwas über die Gefühle des Bewerbers erfahren.
Fragt Sie im Einstellungsinterview nach den Stärken, kommen den meisten Bewerbern die Worte leicht über die Lippen. Aber bei der Frage nach den Schwächen geraten viele ins Stocken. Wie sollen Bewerber darauf auch reagieren? Schließlich möchten sie sich von ihrer guten Seite zeigen, um den Job zu bekommen.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat in einem Fragebogen u. a. die Frage gestellt: Was ist Ihr größter Fehler? Viele Prominente wie der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki oder der Schauspieler Til Schweiger haben die gleiche Antwort gegeben: Ungeduld. Wer Einstellungsgespräche mit Führungskräften führt, kennt diese Antwort. Der Erkenntnisgewinn für Sie als neuen Arbeitgeber ist gleich null. Denn eigentlich reden sie damit von einer Stärke: Es geht ihnen alles nicht schnell genug; sie werden den Mitarbeitern schon Beine machen.
Was will ein Unternehmen von einem Bewerber wissen? Welche Erfolge er vorzuweisen hat, aber auch, woran jemand gescheitert ist und was er aus den Fehlern gelernt hat. Daher sollte die Frage konkreter sein. Was war bisher ihr größter beruflicher Erfolg, was ihr größter "Flop"? Worauf sind Sie stolz, an welcher Aufgabe, welchem Projekt sind Sie gescheitert?
Beim Interview werden gelegentlich Suggestivfragen gestellt, die keinen Erkenntnisgewinn bringen. Aus Erfahrung weiß ich, dass solche Fragen tatsächlich gestellt werden, wie zum Beispiel:
Mehr Tipps zum Einstellungsinterview finden Sie in Einstellungsinterview führen mit Empathie und Augenmaß.

Mit der neuen CD-ROM können Sie ab sofort noch schneller und erfolgreicher Ihre Mitarbeiter -...

8-seitiger, 14-tägig erscheinender Informationsdienst "Lohn & Gehalt aktuell". Alle aktuellen...

Damit Sie als Führungskraft souverän handeln und planvoll Ihre Ziele erreichen. In nur 15 Minuten...