von Britta Kanacher, veröffentlicht in Arbeitszeugnis
Nicht jeder Mitarbeiter, der ausscheidet, war auch wirklich geschätzt.
In einem Arbeitszeugnis verstecken Personalchefs geschickt Aspekte ihrer Kritik. Eingeweihte verstehen die Codes und die verborgenen Informationen.
Diese Formulierung klingt zwar recht positiv, kann aber völlig anders verstanden werden. Ein Personalchef kann dahinter ein mögliches Alkoholproblem des Mitarbeiters vermuten.
Ist der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin dadurch aufgefallen, dass sie oder er Sexkontakte im Betrieb suchte, so kann sich dies in folgender Aussage verbergen:
Für ungeschulte Leser mag diese Formulierung positiv klingen – ein Personalchef erkennt jedoch die dahinter verborgene Aussage.
Wenn eine mitarbeitende Person, der Sie ein Zeugnis ausstellen sollen, von Ihnen nicht als ehrliche Person eingeschätzt wird, so erkennen Personalchefs dies in folgender Formulierung:
Nicht jeder Mitarbeiter arbeitet effizient. Manch einer arbeitet nur mittelmäßig.
Auch diese Formulierung klingt positiv. Da jedoch die Kollegen vor den Vorgesetzten genannt werden, verbirgt sich dahinter eine Kritik am Arbeitsverhalten.
Wenn Sie hervorheben möchten, dass ein Mitarbeitender zwar mit den Kollegen, aber nicht mit den Vorgesetzten in gutem Kontakt stand, so können Sie dies in der Formulierung
Indem Sie das Verhältnis zu den Kollegen betonen, weisen Sie auf ein schlechtes Verhältnis zu den Vorgesetzten hin.
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