von Wera Nägler, veröffentlicht in Büroorganisation
Voller Terminkalender muss nicht sein
Kennen Sie das? Sie besprechen mit Ihrem Kunden die letzten Details des neuen Vertrags. Innerlich sitzen Sie dabei förmlich auf glühenden Kohlen. Denn eigentlich müssten Sie bereits seit zehn Minuten in einer Besprechung sein. Sie kommen also wieder einmal zu spät. Was besonders ärgerlich ist, weil Sie auch früher gehen werden, sonst schaffen Sie Ihren nächsten Kundentermin nicht. Selbstbestimmt die Zeit verplanen? Fehlanzeige! Sie haben eher den Eindruck, dass Sie vor lauter "müssen" und "eilig" und "sofort" gar nicht mehr zum Luftholen kommen. In Gedanken sind Sie meist schon bei Ihrem nächsten Termin. Allmählich fühlen Sie sich mehr als Opfer denn als Herrscher über Ihren Terminkalender. "Aber wenn der Kunde einen Termin will, dann geht es eben nicht anders", versuchen Sie sich selbst aufzubauen. Doch stimmt das eigentlich?
Der Kunde ist König – doch bestimmt er wirklich jeden Termin?
Wenn Sie der Meinung sind, immer auf das Fingerschnipsen Ihrer Kunden und Geschäftspartner reagieren zu müssen, schränken Sie sich unnötig ein. In einer Partnerschaft spricht nicht einer das Diktat und der andere reagiert lediglich. Kunden sind nicht unvernünftig – außer Sie haben sie bereits zu kleinen Egoisten erzogen. Verwenden Sie beim Einstieg zur Terminabsprache optimistische Wir-Aussagen, zum Beispiel: "Ich bin sicher, dass wir einen Termin finden, der uns beiden passt." Oder "Wir sind ja beide sehr eng verplant – trotzdem bin ich sicher, dass wir mit dem Termin, den wir heute finden müssen, beide zufrieden sein werden."
Warten Sie nicht ab – werden Sie aktiv bei der Terminabsprache
Überlegen Sie vorher, welcher Zeitraum für Sie und das gemeinsame Ziel günstig wäre. Wenn Sie keinen eigenen Vorschlag machen, müssen Sie sich nicht wundern, dass der andere das Feld alleine bestückt. Mit diesen Formulierungen können Sie Ihren Vorschlag partnerschaftlich formulieren:
Das können Sie bei Ihrer Planung beachten
Planen Sie bei Ihrer Terminplanung grundsätzlich Weg- und Reisezeiten ein sowie eine kurze Vor- und Nachbereitung des Termins. So wird aus einer zweistündigen Besprechung schnell eine realistischere Drei-Stunden-Einheit.
Jetzt sind Sie dran – Ihr Terminkalender
Suchen Sie sich aus den Vorschlägen die Hinweise heraus, die Sie für Ihr eigenes Business umsetzen wollen. Nehmen Sie die Formulierungshilfen als Anregung und feilen Sie so lange daran, bis es genau nach Ihnen klingt. Sie werden sehen, dass Ihr Terminpartner sich bemühen wird, auch Ihre Wünsche zu berücksichtigen.
Gutes Gelingen! Ihre Wera Nägler, Expertin für Büroorganisation
Kennen Sie schon unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter "Expertentipps von A-Z"?
Statt Hunderte von Fachberichten und Informationsdiensten selbst
auszuwerten, erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten
Ereignisse und Trends von unseren Experten kostenlos per E-Mail!
» Jetzt kostenlos anfordern! «
|
|
|
| Neues Arbeitsrecht für Vorgesetzte | Korrespondenz Training kompakt | Die 55 wichtigsten Checklisten für Sekretärinnen und Assistentinnen |
Keine Kommentare vorhanden
Jetzt kommentieren oder fragen
Bitte loggen Sie sich ein, um zu kommentieren oder Fragen zu stellen.
Sind sie neu hier? Dann registrieren Sie sich jetzt kostenlos.