von Wera Nägler, veröffentlicht in Büroorganisation
Kennen Sie das? Sie haben zwar Urlaub, aber so ganz wollen, können oder dürfen Sie sich nicht "rausziehen". Schnell sind Absprachen getroffen, dass Sie auch im Urlaub für Ihr eigenes Unternehmen oder für wichtige Projektfragen für die Kollegen erreichbar sind. Ob dies sinnvoll ist, soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden.
Doch wenn schon eine solche Vereinbarung getroffen wird, dann sollten Sie sich im Vorfeld einige Gedanken über die Kosten machen. So können Sie die richtigen Absprachen treffen. Für die Recherche ist es vielleicht auch für Sie hilfreich, dass die Stiftung Warentest in der Juli-Ausgabe 2011 der Zeitschrift Finanztest die Preise von 40 Mobilfunkanbietern für Reisende innerhalb und außerhalb der EU verglichen hat.
Telefonieren im Ausland
Was viele nicht wissen: Das Abrufen der Mailbox und auch eingehende Anrufe verursachen bereits Kosten. Die gute Nachricht: Ab 1. Juli 2011 sinken die Telefonkosten für Handynutzung aus dem EU-Ausland nach Deutschland. Statt 46 Cent zahlen Reisende nur noch 41 Cent pro Minute für einen Handyanruf aus einem anderen EU-Land.
Doch hier ist Vorsicht geboten, denn zwei Aspekte sollten Sie auf jeden Fall beachten:
Handygebühren im Ausland
Die neue Regelung hält die Preise für Telefongespräche allerdings nur in der EU in Grenzen. Im Gegensatz dazu kann im EU-Ausland bei Handygesprächen praktisch unbegrenzt abkassiert werden. Laut Stiftung Warentest an der Spitze liegt dabei "igge & ko Tarif Roaming". Ein Gespräch übers Handy aus den USA schlägt hier mit 2,99 Euro pro Minute zu Buche. Da kann die Projektunterstützung aus dem Auslandsurlaub schnell die Kosten in ungeahnte Höhen treiben.
E-Mail-Versand übers Smartphone – das kann die Handygebühren richtig in die Höhe treiben
Vor allem Smartphones können im Ausland die Kosten in gigantische Höhen treiben. Denn für viele sind Fotos im Alltag und auch im Urlaub ein normales Handling. Und die E-Mails? Auch die "müssen" im Urlaub natürlich gecheckt werden. Egal, ob private oder berufliche E-Mails oder eine kurze Internetrecherche für den Kollegen in Deutschland - die Kosten für mobiles Internetsurfen sind extrem unterschiedlich.
Verschicken Reisende beispielsweise eine E-Mail mit ein oder zwei Urlaubsfotos im Anhang aus der Schweiz nach Deutschland, können leicht über 25 Euro fällig werden. Auch hier schützt innerhalb der EU ein Gesetz den Urlauber vor astronomischen Mobilfunkrechnungen: Der Datenstrom stoppt automatisch bei 59,50 Euro.
Im EU-Ausland gilt wiederum: Keine Limits verderben den örtlichen Anbietern die Umsätze. Die Preisspanne ist aber auch hier groß. Bei neun der getesteten Anbieter, ergaben die Recherchen der Stiftung Warentest, kann man damit gerade einmal drei Fotos für jeweils 19,80 Euro pro Megabyte versenden. Blau.de, Conrad, simyo und wirmobil berechnen dafür nur 49 Cent, E-Plus sogar nur 48 Cent.
Handygebühren im Ausland senken – 5 Tipps
Jetzt sind Sie dran – Telefonieren im Ausland
Überprüfen Sie für sich die vorgestellten Tipps. Informieren Sie sich detaillierter, welches Vorgehen für Sie das Günstigste ist. Überprüfen Sie die Angebote so gut wie möglich, auch wenn die Mobiltelefonanbieter eine Vergleichbarkeit erschweren.
Gerade hierbei gilt: Achten Sie bei Ihrer Detailrecherche auf aktuelle Zahlen. Denn die Angebote und Tarife sind so extrem schnell "Schnee von gestern". Und der Tipp eines Kollegen, wie er es im letzten Jahr gelöst hat, kann zwar gut gemeint sein und Sie trotzdem teuer zu stehen bekommen.
Gutes Gelingen!
Ihre Wera Nägler, Expertin für Büroorganisation
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