Gleiches Produkt, doppelter Preis - die Milchwirtschaft macht vor, wie man sich durch Produkte mit Zusatznutzen dem Preiswettbewerb entzieht. Vorbei sind die Zeiten, in denen es nur Vollmilch, fettarme Milch und H-Milch gab. Im Kühlregal der Supermärkte stehen mittlerweile Dutzende Milchprodukte.
Und die Branche innoviert weiter. Beispiele:
Milchprodukte, die den Cholesterinspiegel senken, sind auf dem Vormarsch. Vorreiter ist die Schweizer Emmi AG. Ihr Joghurt-Drink namens Bencol enthält Phytosterin, einen pflanzlichen Stoff, der den Cholesterinspiegel angeblich um 15 Prozent senkt. Unilever hat schon mit einer cholesterinsenkenden Margarine nachgezogen. Name: Becel Pro Activ, Preis 3 Euro. Herkömmliche Margarine kostet rund 1 Euro.
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Probiotische Milchprodukte, die das Immunsystem stärken sollen, verkaufen sich weiter gut. 50 Prozent Umsatzwachstum meldet Danone für seinen Joghurt Actimel.
Low-Fat bleibt auch für Milchprodukte aktuell. Joghurt mit 0,1 Prozent Fett sowie fettreduzierende Butter gewinnen.
Milch speziell zum Aufschäumen hat die ostdeutsche Molkerei Frischli enwickelt. Sie soll besonders gut zur Zubereitung der Trendgetränke Cappuccino oder Latte Macchiato geeignet sein. Die Aufschäummilch enthält mit 3,8 Prozent mehr Eiweiß sowie leichte Süße und ein Vanillearoma. Das Produkt wurde bei Großabnehmern erfolgreich getestet. Bald soll die Cappuccino-Milch auch in 1-Liter-Kartons in den Handel kommen, Preis: 95 Cent, doppelt so teuer wie herkömmliche Milch.
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