von Nicole Ziese, veröffentlicht in Externe Kommunikation
Gestalten Sie Ihr Wartezimmer modern und bieten Sie mehr als nur die üblichen Zeitschriften an.
Schon lange versuchen alle, die im Gesundheitswesen tätig sind, die Wartezeiten so angenehm und kurzweilig zu gestalten wie nur möglich. Deshalb finden sich im Wartezimmer und in Wartezonen Zeitschriften und Bilderbücher für die Kleinen. Daneben sind in einigen Praxen auch Praxisflyer ausgelegt.
Und nach und nach setzt sich auch das so genannte Praxisfernsehen durch: Hier werden TV-Geräte im Wartebereich installiert. Das Programm ist eine Mischung aus Unterhaltung und Information zu Gesundheitsthemen und ausgewählten Behandlungsmethoden und Vorsorgemaßnahmen. Zudem kann sich die Praxis in einer kleinen Präsentation vorstellen.
Bei den Behandlungsmethoden und Vorsorgemaßnahmen handelt es sich in aller Regel um die so genannten IGeL-Leistungen. Wichtig ist dabei, wie immer im Gesundheitswesen, dass die Beiträge im Wartezimmer nicht werblich sind. Die sachliche Information muss klar im Vordergrund stehen. Es dürfen keine reißerischen Fotos verwendet werden. Und auch der "Angstfaktor" darf nicht ausgespielt werden.
Das bedeutet: Der Patient darf nicht das Gefühl vermittelt bekommen, fahrlässig zu handeln, wenn er eine IGeL-Leistung nicht in Anspruch nimmt.
Das Programm besteht aber natürlich nicht nur aus Infos rund um IGeL-Leistungen. Vielmehr werden auch kleine Tierfilme, Zeichentrickfilme und aktuelle News aus dem Tagesgeschehen gezeigt. Sie kennen das vielleicht aus U-Bahnstationen, in denen ähnliche Systeme installiert sind.
Bei der Selbstdarstellung der Praxis im Wartezimmer gilt: Weniger ist mehr. Natürlich möchten wartende Patienten/Kunden gerne etwas über die Praxis und deren Mitarbeiter erfahren. Jedoch wird dieses Interesse nicht zehn Minuten anhalten. Hier geht es um eine kurze Vorstellung der wichtigsten Personen in der Praxis sowie um das Leistungsspektrum.
Wenn Sie zu ausführlich werden, langweilen Sie den Zuschauer nur. Die Folge: Der Zuschauer wird zum "Wegschauer" und die Informationen, die Sie vermitteln möchten, erreichen nicht den Adressaten. Zudem ist der Zuschauer von dem Programm genervt – und das ist nicht Ihr Ziel. Daher: Lieber Qualität als Quantität!

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