von Christian Khalil, veröffentlicht in Kommunikation
"Keine Bewegung ist zufällig!“ Dieser Satz stammt von Professor Samy Molcho, einem der berühmtesten Spezialisten für Körpersprache. Und genau in diesem Satz liegt der entscheidende Ansatz für unser Verhalten vor anderen Menschen. Wir kommunizieren viel stärker über unsere Körpersprache, also über Gestik und Mimik, die Art wie wir stehen, sitzen oder einfach nur schauen, als uns gemeinhin bewusst ist.
Unser Gegenüber, unsere Zuschauer oder einfach unser Gesprächspartner nimmt die Signale unseres Körpers aber sehr deutlich wahr. Oft sogar deutlicher als unser gesprochenes Wort.
In anderen Worten: Wenn wir möchten, dass unsere Rede oder unser Auftritt erfolgreich ist, müssen unsere verbale Sprache und unsere Körpersprache übereinstimmend wahrgenommen werden. In dem Moment, wo wir körperlich nicht zeigen, wovon wir reden, sind wir unglaubwürdig.
Stellen Sie sich vor, ich erzähle Ihnen etwas von mutigen Entscheidungen und meine Stimme ist dabei unsicher und ich verkrieche mich fast hinter dem Rednerpult oder richte meinen Blick hilfesuchend auf die Flipchart, anstatt den direkten Blick zu meinen Zuhörern zu suchen. Würden sie mir glauben?
Entwickeln Sie ein neues Bewusstsein für KörperspracheEs gibt unzählige Beispiele aus der Praxis, die tagtäglich belegen, wie wenig Menschen auf Ihre Körpersprache achten. Schalten Sie einfach mal den Fernseher an und zappen Sie durch die verschiedenen Programme. Sie werden erstaunt sein, wie interessant die Körpersprache der Protagonisten sein kann und wie viel mehr Sie in diesem Moment von den beobachteten Personen erfahren.
Vom Teilnehmer einer Castingshow, dessen Selbstsicherheit nur gespielt ist, über den Politiker, der seinem Ärger über eine unangenehme Frage viel lieber Luft machen würde, bis hin zum Fernsehmoderator, der sein Desinteresse an seinen Kandidaten oder Gästen nur schwer verbergen kann.
Ich habe zuletzt eine Sendung gesehen, da legte der Moderator zum Ende hin eine gleichgültige Miene auf, lehnte sich auf seinem Sofa zurück, legte die Arme lässig aber unvorteilhaft auf die Rückenlehne und versank praktisch in seinem Sofa, während er seinen Bauch hervorstreckte. Dabei sagte er: "Vielen Dank liebe Zuschauer, dass Sie zugeschaut haben. Wir sind nächste Woche wieder für Sie da und freuen uns, wenn Sie wieder zuschauen.“
Seine Worte passten in diesem Moment überhaupt nicht zu seiner Körpersprache, die laut und deutlich schrie: „Ich bin froh, dass diese Sendung endlich vorbei ist und es ist mir völlig egal, wie sie den Zuschauern gefallen hat und ob irgendwer nächste Woche wieder zuschauen wird!“ Achten Sie auf die Körpersprache und Sie wissen mehr über die meisten Menschen, als diese zu sagen bereit sind.
Die drei wichtigsten Tipps für Ihre Körpersprache
Und auch wenn Sie kein Präsident sein wollen - die Körpersprache ist entscheidend!
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