von Achim Behn, veröffentlicht in Gesprächsführung
Der Büro-Alltag ist mittlerweile voll mit Anglizismen.
Über den Wert vieler Anglizismen lässt sich streiten. Bereichern Sie unsere Sprache? Sorgen sie eher für Verwirrung? Es ist aber nun einmal so, dass einige Anglizismen aus dem Büro-Alltag nicht mehr wegzudenken sind.
Und wer sie nicht kennt und versteht, ist mit seiner Gesprächsführung nicht mehr auf dem Laufenden. Diese Begriffe sind mittlerweile fest im geschäftlichen Alltag in Deutschland verwurzelt.
Jeder Unternehmer will wissen, was ihn von der Konkurrenz abhebt. Wie steht seine Firma im Vergleich zu den anderen da? Was sind die Stärken und Schwächen aller Marktteilnehmer? Einer der wichtigsten Büro-Anglizismen lautet: Benchmarking. So steht Ihr Unternehmen im qualitativen und quantitativen Vergleich zu den Mitbewerbern. "Ey, bevor ich mich an das Projekt wage, müssen wir erst mal sehen, was das Benchmarking hergibt!"
Eine Projektgruppe befasst sich mit einer Problemstellung. Bevor es in die heiße Phase geht, fragt der Vorgesetzte: "Habt Ihr Euch committed?" Keine Sorge: Es geht nur darum, ob sich alle Beteiligten zu einer bestimmten Arbeit verpflichtet haben und sich dafür umfassend einsetzen wollen.
Viele Unternehmen haben feste Unternehmenswerte definiert. Der Auftritt nach außen folgt den Maßgaben des Erscheinungsbildes. Wenn ein neues Projekt ansteht und die Frage aufkommt: "Passt das zu unserer Corporate Identity?" ist gemeint: Stimmen die Maßnahmen und der Auftritt mit den Unternehmenswerten und dem Erscheinungsbild überein? Passt alles zur "Firmen-Philosophie"?
"Okay, der Chef will Dich dabei haben. Am Freitag ist das Kick-Off-Meeting!" Wer sich jetzt fragt, ob es sich vielleicht um eine Sportveranstaltung handelt, liegt falsch. Mit Kick-Off-Meeting ist lediglich die Auftaktveranstaltung zu einem besonderen Projekt oder Anlass gemeint. Es werden Vorgehensweisen besprochen, Ziele definiert und die erste grobe Projektplanung definiert.
"Hast Du gehört, dass der Mustermann beim nächsten Projekt dabei ist? Hat denn bei der Auswahl keiner an dessen Soft Skills gedacht?" Es geht nicht etwa um eine besonders milde Sorte von Hygienetüchern, für die der Kollege bekannt ist. Die Frage lässt eher vermuten, dass sich der Kollege Mustermann vielleicht öfter wie die Axt im Walde benimmt.
Auch wenn er fachlich gut ist: Seine sozialen Kompetenzen scheinen in Frage gestellt. Genau darum handelt es sich bei den Soft Skills.
Ihr Kollege fragt sich, ob die die neuen Prozesse denn auch einfach in den Workflow integriert werden können. Er meint mit Workflow den bekannten Arbeitsablauf im Unternehmen, also den strukturierten Ablauf zusammenhängender Arbeitsschritte.

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Mein Name ist Achim Behn. Ich bin Ihr Experte und Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Rhetorik.