von Alexandra Döll, veröffentlicht in Stellenanzeigen
Besonders kritisch hinsichtlich der Zahl der ausgeschriebenen Stellen sind die Sommermonate sowie Tage und Wochen unmittelbar vor und nach Feiertagen wie etwa Weihnachten oder Ostern. In den Zeitungen fällt der Stellenteil häufig recht dünn aus, und auch im Internet tauchen eher weniger neue Angebote auf. Vielfach werden alte Stellenanzeigen eher mit aktualisiertem Datum veröffentlicht.
Wann sich besonders viele Stellenangebote in Zeitungen und Online-Jobbörsen finden lassen
Im Herbst ist das Angebot an Stellen bis Mitte November gut, danach flaut die Zahl wieder ab, weil dann in den meisten Unternehmen andere Dinge im Vordergrund stehen, die das nahende Weihnachtsfest betreffen – betriebliche Weihnachtsfeiern, Versand von Weihnachtsgrüßen an Geschäftspartner und Kunden usw.
Ungünstige Zeiten für die Stellensuche
Hierzu zählen:
Wenn Ihr Arbeitsplatz zu einem bestimmten Termin entfällt: Wann sollten Sie mit der Stellensuche beginnen?
Abgesehen davon, dass Sie sich bei der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit suchend melden müssen, sobald Sie erfahren haben, dass Ihr Arbeitsverhältnis zu einem bestimmten Termin endet, ist es sinnvoll, sich auch ab diesem Zeitpunkt selbst aktiv auf Jobsuche zu begeben.
Natürlich gibt es immer wieder Kandidaten, die das Glück haben, dass direkt eine der ersten Bewerbung zum Erfolg führt, aber es ist nicht die Regel. Im Schnitt sollten für die Jobsuche drei bis zwölf Monate, manchmal auch mehr eingeplant werden, was jedoch einigen besonderen Aspekten des deutschen Arbeitsmarktes geschuldet ist (Schwierigkeiten für sehr junge Menschen ohne Berufspraxis nach der Ausbildung, Alleinerziehende, Bewerber 50 plus etc.) sowie auch regionalen Schwankungen.
Um ein Beispiel zu geben: Während im Rheinland – hauptsächlich in Düsseldorf und Köln – relativ viele Stellen für unterschiedlichste Fachrichtungen ausgeschrieben sind, sieht die Situation im benachbarten Ruhrgebiet eher bescheiden aus, vor allem in den Ruhrgebietsstädten Herne, Gelsenkirchen und Duisburg, die in der Region die höchsten Arbeitslosenquoten aufweisen.
Stellensuche: selbst frühzeitig aktiv werden
Gleichzeitig macht es wenig Sinn, sich ausschließlich auf die zuständige Agentur für Arbeit zu verlassen oder auf die Aussagen von Freunden und Bekannten, dass in einem bestimmten Unternehmen eine Stelle mit der entsprechenden Qualifikation zu besetzen ist.
Initiativbewerbungen, auch auf Empfehlung von Bekannten, können durchaus einen guten (Wieder-)einstieg ins Arbeitsleben bedeuten, es ist jedoch grundfalsch, sich ausschließlich hierauf zu verlassen und die eigene Stellensuche zu vernachlässigen bzw. erst wenige Tage oder Wochen vor dem Ende des aktuellen Arbeitsverhältnisses mit der Suche zu beginnen.
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