von Heidi Jäkel, veröffentlicht in Bewerbungen
Manche der folgenden Informationen zum Thema Anschreiben werden Sie möglicherweise als selbstverständlich und damit für überflüssig halten. Sowohl während meiner Tätigkeit in der Personalabteilung als auch in meinen Seminaren sind mir jedoch immer wieder typische Fehlerquellen aufgefallen, auf die ich hier explizit hinweisen möchte, damit Sie in der Lage sind, auch den verborgenen Fettnäpfchen im Anschreiben souverän auszuweichen.
Das Anschreiben - Ihr Absender als Startpunkt
Wie bereits im Thema "Lebenslauf" erwähnt, können Sie bei Ihrem Absender gern von der Standardform abweichen und eine ansprechende Kopfzeile gestalten. Achten Sie unbedingt auf die korrekte Schreibweise Ihrer Daten; es gibt nichts Peinlicheres als Fehler in der eigenen Adresse. In meinen Seminaren bemerke ich zum Beispiel immer wieder Fehler im Straßennamen. Manchmal berufen sich meine Teilnehmer auf die Schreibweise auf dem Straßenschild. Aber auch diese Schilder sind von Menschen gemacht - und Menschen können sich irren.
Da an dieser Stelle das erste große Fettnäpfchen im Anschreiben droht, hier ein kleiner Exkurs in die deutsche Rechtschreibung:
Korrektes Anschreiben: Regeln zur Schreibweise von Straßennamen
Ob Sie das Wort "Straße" ausschreiben oder abkürzen, überlasse ich Ihrem persönlichen Geschmack. Wichtig ist bei der Abkürzung "Str." der Punkt sowie das Leerzeichen vor der Hausnummer. Beide werden nach meinen Erfahrungen "gern" vergessen. Beispiel: Beelener Str. 23
Korrektes Anschreiben: Telefonnummern und E-Mail-Adressen
Für Festnetz- und Mobilfunknummern empfehle ich Ihnen die Schreibweise nach DIN. Das bedeutet, dass Vorwahl und Rufnummer jeweils in einem Block geschrieben und durch ein schlichtes Leerzeichen getrennt werden. Das Wort "Telefonnummer" können Sie mit "Tel." abkürzen, verzichten Sie jedoch bitte auf einen folgenden Doppelpunkt. Beispiele: Tel. 0611 1234567; Mobil 0150 9876543
Bei dem Wort "E-Mail" greift die deutsche Rechtschreibung. Schreibweisen wie e-mail, email, Email und dergleichen sind schlicht und ergreifend falsch. Der Provider spielt eine weniger wichtige Rolle, aber bitte achten Sie auf eine seriöse E-Mail-Adresse. Mit Adressen wie mausi05@web.de oder liebling1000@gmx.net vermitteln Sie Ihrem Ansprechpartner bestenfalls einen verspielten Eindruck.
Sollten sämtliche Varianten Ihres Namens bei dem gewünschten Provider bereits vergeben sein, können Sie versuchen, Ihr Geburtsjahr oder eine andere beliebige Zahl an den Namen anzuhängen. Beispiele: anna.meyer76@mail.de oder schmidt_m100@t-online.de
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