von Nam-Kha Pham, veröffentlicht in Hardware
Vor allem für Netbook-Besitzer ist ein bootfähiger USB-Stick hilfreich, wenn das System nicht mehr startet
Bei der Erstellung des bootfähigen USB-Sticks wird dieser zunächst formatiert. Für ein bootfähiges Windows XP genügt dabei ein Stick mit einer Kapazität von 1 GB, bei Windows Vista und Windows 7 benötigen Sie mindestens 4 Gigabyte Platz. Beachten Sie, dass alle Daten vom Stick entfernt werden. Sichern Sie diese also vor dem Formatieren auf der Festplatte.
Für das Erstellen des bootfähigen Sticks benötigen Sie die Original-CD bzw. DVD von Windows XP, Vista oder Windows 7. Für die Durchführung verwenden Sie am einfachsten das überaus vielseitige Tool „WinToFlash“, das Sie hier herunterladen können.
Verwenden Sie jeweils den Link zu „Last version“. Entpacken Sie das Archiv, starten Sie das Programm „WinToFlash.exe“ und folgen Sie den Anweisungen. Am Ende gelangen Sie auf die Startseite von WinToFlash.
Da das Programm äußerst schlecht ins Deutsche übersetzt wurde, sollten Sie zunächst die Sprache wieder auf Englisch umschalten. Klicken Sie dazu unten rechts auf „Language“ und wählen im Menü „Englisch“ aus. Klicken Sie dann auf „Ok“.
Legen Sie nun die CD bzw. DVD von Windows ein und und schließen Sie den USB-Stick an. Prüfen Sie im Windows Explorer, welche Laufwerksbuchstaben das DVD-Laufwerk und der Stick haben, damit Sie die Einstellungen übernehmen können.
Klicken Sie nun auf „Windows Setup transfer Wizard“ und überspringen Sie den ersten Schritt mit „Next“. Im zweiten Schritt geben Sie per Klick auf „Select“ jeweils das Laufwerk Ihrer Windows-CD („Windows File Path“) und des USB-Sticks („USB drive“) an.
Das Programm erkennt automatisch, ob es sich um Windows XP, Vista oder Windows 7 handelt. Klicken Sie nun auf „Next“.
Vor dem Start müssen Sie noch die Lizenzbedingungen der Windows-Installation akzeptieren, indem Sie die Option „I accepted the terms of the license agreement“ auswählen und auf „Continue“ klicken. Anschließend bestätigen Sie noch per Klick auf „Continue“, dass der USB-Stick gelöscht wird.
Von nun an übernimmt das Programm den Rest. Alle Dateien werden vollautomatisch auf den Stick geschaufelt, der anschließend bootfähig ist.
Sie können ihn dann dafür verwenden, Windows zu installieren oder über die Reparaturinstallation eine kaputte Windows-Installation wieder lauffähig machen. Außerdem eignet sich der bootfähige Stick besonders für den Einsatz auf Netbooks, die kein DVD-Laufwerk besitzen.
Bootfähig machen unter Linux
Wenn Sie mit einer
Linux-Betriebssoftware arbeiten, ist es unter Umständen einfacher, da
von einigen Linux-Distributionen wie Ubuntu 8.10 oder OpenSuse 11.1 die
Installation auf einem USB-Stick direkt angeboten wird. Dabei können Sie
beispielsweise aus dem normalen Installationsverlauf heraus den
USB-Stick bootfähig machen.
Sollte Sie die oben genannten Programme nicht besitzen, so besteht die Möglichkeit, mittels dem Programm UNetbootin viele Linux-Programmpakete auf dem USB-Stick bootfähig zu installieren.
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